Premiere am 18. März im Schlosstheater: FLUCHTPUNKT CELLE – Von Peter Schanz mit internationaler Live-Musik

CELLE. Darin wird die Integrationsleistung im Landkreis Celle nach Ende des 2. Weltkriegs in der jungen Bundesrepublik der 40er/50er/60er- Jahre thematisiert. Ergänzt mit dem Ansatz einer regionalen Dramaturgie, die ihre Themen unmittelbar vor Ort – sozusagen vor der Haustür – aufspürt bzw. sie in der konkreten Lebens- und Alltagswelt der Zuschauer abhandelt.

Peter Schanz recherchiert in unserer Nachbarschaft und spricht mit Menschen, die Auskunft geben können über Fluchterfahrungen von heute und gestern. Diese Begegnungen setzen sich auf der Bühne zusammen, um ins Gespräch kommen, vom Leben zu erzählen und Lieder zu singen – die traurigen und die fröhlichen.

Regie: Peter Schanz, Bühne und Kostüm: Caroline Schwarz, Musik: Billy Ray Schlag, Dramaturgie: Andreas Döring und Ralph Blase – mit Katrin Steinke Quintana, Johanna von Gutzeit, Jürgen Kaczmarek, Maurizio Micksch, Johann Schibli, Rasmus Max Wirth und mit den Musikern Tiana Kruskic, Hevy Yussuf, Adnan Horo, Jasmin Kruskic und Billy Ray Schlag.

FLUCHTPUNKT CELLE wird im Schlosstheater an folgenden Terminen jeweils um 20 Uhr gespielt:  

13.03. (11.30 Uhr Matinee) | 15.03. (19 Uhr öffentliche Probe) | 18.03. (Premiere) |19.03. | 22.03. | 24.03. | 27.03. | 30.03. | 01.04. | 02.04. | 04.04. | 06.04. | 08.04. | 10.04. | 12.04. | 13.04. | 14.04. | 15.04. | 17.04. (15 Uhr) | 23.04.

Den Aufführungen am 19.03., 22.03. und 08.04. (alle um 20 Uhr) folgt jeweils ein Nachgespräch. Der Aufführung am 17.04. um 15 Uhr folgt unser Format KIRCHE TRIFFT… THEATER mit einer Nachbesprechung zu FLUCHTPUNKT CELLE.

„Fliehen ist schlimm, Flucht ohne ein Ziel schrecklich.“  

Wie ist es heute, ein Flüchtling zu sein, zum Beispiel aus Syrien, aus Eritrea, aus dem Sudan, aus dem Irak – wenn man sein Zuhause verliert? Warum scheint das Fremde – gleich aus welcher Perspektive – häufig Grund für Hindernisse und Missverständnisse zu sein?

War es jemals anders? Gab es nicht immer Flüchtende, Sesshafte und Ankommende? Hat unsere Gesellschaft nicht schon längst Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung gemacht, so dass eigentlich bekannt sein sollte, worauf es ankommt?

In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg suchten im Landkreis Celle 43.000 Fluchtlinge und Vertriebene eine neue Heimat. Zwischen 1939 und 1950 verdoppelte sich die Einwohnerzahl beinahe. In manchen Dörfern wohnten mehr Flüchtlinge als Einheimische. Es herrschte Not, es kam zu Verwerfungen und Verletzungen auf beiden Seiten. Aber es führte auch zu einer einmaligen gemeinsamen Integrationsleistung.

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