Straßenlaternen als Ladestation für Elektroautos

CELLE. Celle wird sich dem positiven Trend für Elektromobilität nicht entziehen können. Die gegenwärtigen Ladesäulen in Parkhäusern der Celler Parkbetriebe und in der Innenstadt sollten deshalb um weitere Ladestationen in den übrigen Stadtteilen ergänzt werden. Dafür böten sich Straßenlaternen an, meint Jörg Rodenwaldt (SPD) in einem Antrag der SPD-Fraktion im Stadtrat und bittet die Verwaltung um eine entsprechende Prüfung und konzeptionelle Ausarbeitung von Maßnahmen.

Der Ausbau der Elektromobilität wird von Bund, Land und Kommunen forciert. So möchte die Bundesregierung Deutschland zu einem führenden Markt ausbauen und dafür sorgen, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen rollen. Die Metropolregion Hannover ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“. Sie treibt mit mehr als 100 Partnern in rund 30 Einzelprojekten das Thema voran. „Auch wenn gegenwärtig auf Celles Straßen kaum Elektroautos rollen, sollten frühzeitig infrastrukturelle Maßnahmen angepackt werden,“ findet Rodenwaldt.

Diese Stationen seien unauffälliger, kleiner, einfacher und preislich günstiger. Nach Meinung von Rodenwaldt könnten um den Bahnhof herum für Pendler Stationen eingerichtet werden, aber auch in reinen Wohngebieten mit Laternenparkern, am Allgemeinen Krankenhaus, am Neuen Rathaus, an Einkaufsplätzen wie Lauensteinplatz und Westmarkt oder Veranstaltungsorten wie der CD-Kaserne. Es sei wichtig, neben Besuchern der Stadt auch den eigenen Bewohnern ohne Garage und Tiefgaragenplatz Möglichkeiten zum Aufladen der eigenen Elektrofahrzeuge zu bieten. Neben Autos sollten möglicherweise auch Elektroräder angeschlossen werden können.

Straßenlaternen mit Ladestationen wurden bereits in verschiedenen Städten wie Berlin, Bottrop, Karlsruhe, Schwetzingen, Starnberg und Wiesloch installiert. Die Finanzierung könnte durch die Stromanbieter und aus Mitteln des Klimafonds erfolgen. Der städtische Haushalt müsste damit nicht notwendigerweise belastet werden – außer es werden gleichzeitig sogenannte intelligente Straßenlaternen mit energiesparenden LED-Leuchten, WLAN-Hotspots, Notrufknöpfen und Sensoren zur Messung von Umweltdaten wie Feinstaubbelastungen aufgestellt.

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