Abi-Umzug 2011: Kein Problem mit der erhöhten Teilnehmerzahl

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CELLE. Wenn auch das Resümee zum Abi-Umzug insgesamt positiv ist, so gibt es Licht und Schatten. Stadtrat Stephan Kassel lud zum Pressegespräch, um Eindrücke und Erfahrungen aus dem diesjährigen Umzug zu vermitteln und Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten. Nicht die erhöhte Teilnehmerzahl durch den Doppelabiturjahrgang sei das Problem gewesen. Auch die im Vorfeld identifizierten kritischen Punkte seien so nicht eingetreten oder konnten durch entsprechende Maßnahmen entschärft werden. Dagegen traten Probleme beim Auflösen des Zuges auf dem Gelände der CD-Kaserne auf, die noch durch den Regenguss verstärkt wurden. 

Abi-Umzug = Massenveranstaltung, hier greifen nun verkehrsrechtlich und organisatorisch neue Betrachtungen, die vor allem den Sicherheitsaspekt beinhalten, erläuterte Stephan Kassel Der Zug vom Parkplatz Burgstraße bis zur Innenstadt auf den Großen Plan verlief reibungslos, auch bedingt durch die Kontrollen, die vor Abfahrt durch das Ordnungsamt und durch die Polizei durchgeführt wurden. So wurde ein Wagen mit einem doppelten Achsbruch aus dem Verkehr gezogen und ein Fahrer ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Allein durch die Ansage, dass Kontrollen stattfinden würden, so Kassel, seien größere Probleme verhindert worden. Kassel hob das gute Zusammenwirken des jüngeren Schuljahrgangs mit dem älteren hervor. So oblag es dem 11. Jahrgang, die „Nachlese“ vorzunehmen, nämlich den hinterlassenen Müll einzusammeln. Was aber immer wieder beklagt werde, ist das Aufspringen auf die Fahrzeuge während der Fahrt. „Da haben wir großes Glück gehabt, dass nichts passiert ist. Wenn da mal einer abrutscht, dann liegt er unter dem Wagen,“ beklagt Stadtrat Kassel. Bei dem Punkt werde man in Zukunft vorbeugend tätig werden. 

Bei der Auflösung des Zuges außerhalb des öffentlichen Raumes auf dem Gelände der CD-Kaserne habe es erhebliche Probleme gegeben, zu denen auch der plötzlich einsetzende Regenguss beigetragen habe. Auch der gestiegene Alkoholpegel der unermüdlich Feiernden habe eine Rolle gespielt. Letztlich sei dann die Reinigung auf dem Gelände der CD-Kaserne durch die Schüler weitgehend unterblieben, so dass die Stadt einspringen musste. 

Der Zug könne in Zukunft auch nur stattfinden, wenn sich junge Erwachsene finden, die als Veranstalter die Verantwortung übernehmen. Die Stadt wolle weiterhin den Zug ermöglichen, sei aber in keinem Fall Veranstalter, so Kassel, man müsse jedoch den erhöhten Sicherheitsanforderungen dieser Großveranstaltung gerecht werden, zumal es sich nun nicht mehr um ein Happening handele. Eventuell müsse eine Gesellschaft gefunden werden, die die Organisation und Haftung übernehme. Als weiteres Risiko komme hinzu, dass der Anteil der 17-jährigen Teilnehmer zunehmen werde. 

Wie es in Zukunft mit den Abi-Umzug weitergehen wird, soll sich nicht erst im nächsten Jahr entscheiden. Es sollen mit allen Beteiligten kurzfristig Gespräche stattfinden, um die Handhabung zu klären. 

Redaktion
Celler Presse 





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