Schülerinnen trafen Ingenieurinnen für die Karriere mit MINT

CELLE. Was kommt nach dem Abi? Dieser Frage sollten Schülerinnen der Sekundarstufe II an den Gymnasien der Region Celle im Berufsinformationszentrum (BIZ) nachgehen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das sollen die Zukunftsberufe der Frauen sein – weg von den typisch weiblichen Berufen. Leider war der Zulauf nicht so groß wie erhofft. 

Die Sonne schien wie den ganzen Sommer nicht; das Wetter war wohl „schlecht“ für eine solche Veranstaltung. Die Initiatoren Sabine Mix, zuständig bei der Agentur für Arbeit für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, und Andreas Mätzold von der Stiftung NiedersachsenMetall und dort zuständig für die Nachwuchsförderung, hatten sich mehr Interessentinnen erhofft. Sabine Mix sah es dennoch positiv, schließlich verfolgten die Erschienen ein sehr großes Interesse an der Berufsfrage, und es konnten ohne Zeitdruck ausgiebige Gespräche geführt werden. 

Die Einladung war vielversprechend: Keine langen Vorträge, keine Podiumsdiskussion – Infos von Frau zu Frau. Antworten auf viele Fragen: Studienorte? Studiengänge? Umgang mit der technischen „Männerwelt“? Job und Familie? Karriere und Bezahlung? Emotionen bei Studium und Bewerbung? Hinter der Ermunterung zu MINT, den Zukunftsberufen für Frauen, steckt ein Zusammenschluss von 20 Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Das Bündnis ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Es hat sich eine weitgehende Unterstützung der jungen Frauen auf dem Weg in Zukunftsberufe vorgenommen. „Wer MINT studiert, gestaltet die Zukunft. MINT ist vielfältig und anspruchsvoll, aber bestimmt nicht langweilig.“ So lauten die Kernsätze. 

Wenn auch der Zulauf nicht überwältigend war, so konnten jedoch die Ingenieurinnen zwar wenige, aber dennoch sehr eingehende, Gespräche führen. Auf großes Interesse war der Architektenberuf gestoßen. Hier hatte Dr. Ute Maasberg von der Architektenkammer Niedersachsen lückenlos „Kundschaft“. „Architektur interessiert schon immer die Frauen. Frauen gestalten gerne. Die meisten können sich vorstellen, Innenarchitektin zu werden,“ sagte Ute Maasberg im Anschluss an die Gesprächsrunden. Positiv wurde von den Interessentinnen aufgenommen, dass sie auch Praktikumsplätze – möglichst wohnortnah – vermitteln könne. 

Während das Interesse für die Architektur schon recht konkret war, so waren andere Berufe aus dem Bereich Elektrotechnik, Maschinenbau, Geologie und Chemie eher allgemein, um sich zunächst mal zu orientieren. Sabine Mix fasste so zusammen: „Wir machen das hier um Talente zu finden. Talente werden gebraucht, um der Nachfrage der Wirtschaft Genüge zu tun.“ 

Die nächste Veranstaltung „MINT-Studiengänge und Berufschancen“ findet am 6. Oktober von 18:30 bis 21:00 Uhr im Schulzentrum Burgstraße statt. Dann richtet sich die Veranstaltung nicht nur an Schülerinnen sondern auch an die Schüler und Eltern. 

Redaktion
Celler Presse

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