Drilling Simulator: Herausragende Bedeutung für Celle

CELLE. Statt der ursprünglich vorgesehenen 6.000 qm wird die Stadt nun 9.000 qm für den Baukörper und die Außenanlagen des Drilling Simulators auf dem Gelände des ehemaligen Martahofs zur Verfügung stellen. Darin enthalten sind dann auch zusätzliche Flächen für die Erschließungsstraße und Parkplätze. Die Erschließungskosten erhöhen sich von 225.000 auf 250.000 EURO. 

Der Drilling Simulator ist eine Einrichtung der TU Clausthal, wird aber auch anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen, insbesondere auch der Bohrmeisterschule und den überwiegend mittelständischen Unternehmen der Region Celle offenstehen. Die Investitionskosten für das Forschungszentrum werden im Wesentlichen durch Geldmittel aus der EFRE-Förderung (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der TU Clausthal erbracht. 

Die Betriebskosten, vor allem erforderliche für sieben Mitarbeiter/-innen, werden vom Land Niedersachsen und der TU Clausthal aufgebracht. Auch der Verein GeoEnergy Celle wird sich daran beteiligen. 

Ziel des Forschungszentrums ist es, hochinnovative Ansätze zur Erschließung des geologischen Untergrundes zu erforschen. Der Bedarf für das Zentrum ist groß: Die Nutzung des Untergrundes für Wasser-, Erdöl- und Erdgasgewinnung, die Speicherung von Gasen sowie für geothermische Nutzungen wird weiter zunehmen. Diese neuen intensivierten Nutzungen stellen Anforderungen an Bohrtechnik, Bohrungsherstellungen, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Umweltschutz, die heute noch nicht in jeder Hinsicht gelöst sind. 

Für die Stadt Celle ist der Drilling Simulator von herausragender Bedeutung. Er stärkt den Standort als Zentrum der deutschen und europäischen Bohr- und Serviceindustrie und untermauert nachhaltig die ortsansässige Forschungs- und Entwicklungskompetenz in Anwendungsfeldern der Nutzung von Erdöl, Erdgas und Erdwärme. 

Aufgrund der zukunftsorientierten Zielausrichtung des Forschungszentrums und der herausragenden strategischen Bedeutung dieser Ansiedlung für den Wirtschaftsstandort Celle ist die Stadt Celle bereit, das Grundstück des ehemaligen Martahofs als Eigenanteil in die Gesamtfinanzierung des Projekts einzubringen. Es wird einen Erbpachtvertrag mit der TU Clausthal geben, der auf 90 Jahre ausgelegt ist. Auf die Erhebung eines Erbbaurechtszinses soll unbefristet verzichtet werden. 

Was die nun höheren Erschließungskosten angeht, ist die Stadt bereit, auf jeden Fall die außerplanmäßigen Kosten zu übernehmen, ließ Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende bereits nach dem einstimmigen Beschluss des Verwaltungsrates durchblicken. Auch gebe es noch weitere nicht absehbare Kostenfaktoren, wie z. B. eine Trafostation, die möglicherweise für den vorgesehenen Betrieb nicht ausreiche. Mende: „Wir haben ‚A’ gesagt und werden das Projekt auch weiter begleiten.“ 

Inzwischen hat auch der Rat das Projekt einstimmig abgesegnet. Jürgen Rentsch (SPD) hob in der jüngsten Ratssitzung die Bedeutung für den Standort Celle hervor. Die Stadt müsse sich einbringen und Investitionen tätigen: „Von nichts kommt nichts.“ 

Redaktion
Celler Presse 

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