Berufsschullehrer aus Kwidzyn zu Gast in Celle

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CELLE. Mit dem Austausch von Berufsschülern wolle man die Städtepartnerschaft Celle-Kwidzyn in ein neue Licht rücken, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der am heutigen Dienstag drei Berufsschullehrer aus der Partnerstadt im Neuen Rathaus begrüßte: Henryk Czyzewski, Anna Swiatkowska und Romana Pawelska-Sulot. Wichtig sei es nun, auf dieser Ebene den Kontakt aufzubauen.

Wie Holger Overbeck vom Fachbereich Wirtschaftsförderung erläuterte, gehe es nun darum, das EU-Förderprogramm „Erasmus+“ mit Leben zu erfüllen. Bereits seit April 2013 können aus dem Programm unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ Fördermittel in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist in dem zwischen Celle und Kwidzyn geplanten Projekt, das auf eine Intention von Jens Rejmann (SPD-Ratsmitglied) zurückgeht, dass Auszubildende in einem anderen EU-Land Erkenntnisse erwerben. Dabei könne die Partnerschaft zwischen den beiden Städten hilfreich sein. Im ersten Schritt sollen nun 8 bis 10 polnische Jugendliche von Kwidzyn nach Celle kommen.

Zunächst gehe es um einen Aufenthalt von 8 bis 14 Tagen in einem geeigneten Betrieb. Interesse sei bereits von Hotels, Gastronomie und Handwerk signalisiert worden. Die Jugendlichen sollen das duale Berufsausbildungssystem kennenlernen. Dafür müssen nun die Rahmenbedingungen geklärt werden. Den Antrag zur Inanspruchnahme der Fördergelder müsse allerdings in Polen gestellt werden.

Die Stadt Celle, betonte Overbeck, könne den Antrag nicht stellen. Es gelte deshalb, mit den Gästen aus Kwidzyn die Modalitäten zu erläutern, damit ein Antrag mit konkreten Inhalt belegt werden kann. Allerdings dränge nun auch die Zeit, weil die Antragsfrist für „Erasmus+“ am 17. März 2014 ablaufe. Mit den Fördergeldern sollen Reisekosten, Unterkunft und Tagegeld abgedeckt werden.

Dass es Celle mit der Realisierung des Projektes ernst meint, ist durch die Einbeziehung der wichtigen „Schaltstationen“ neben Oberbürgermeister Mende an diesem Gespräch belegt: Stadtrat Stephan Kassel, Michael Wilken, Leiter der IHK Celle, Kreishandwerksmeister Ernst-Heinrich Ahrens, DEHOGA-Kreisvorsitzender Benno Eisermann, Ute Rahlves, Leiterin der BBS IV, Claudia Hermann von der BBS IV, Heinrich von Fintel, stellvertretender Leiter der BBS II und als Initiator Jens Rejmann. Für den Landkreis als Schulträger der weiterführenden Schulen gehört Reinhard Toboll, Leiter des Schulamtes, dem Kreis noch an. Holger Overbeck blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir haben den demografischen Wandel, der einen Fachkräftemangel mit sich bringt. Deshalb hoffen wir, dass auch Fachkräfte durch diese Maßnahme in Celle bleiben.“ Später werde auch eine Celler Gruppe zum Austausch nach Polen auf den Weg gebracht. Es müsse der Austausch mit Leben erfüllt werden, wobei die Weiterentwicklung im Vordergrund stehe.

Redaktion
Celler Presse

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