Planungen zum Nordwallumbau schreiten voran

CELLE. Die Entwicklung des Stadtquartiers Nordwall/Schuhstraße geht in eine neue Runde. Die neuesten Planungen wurden verfeinert und auch mit einem Gutachten untermauert. Die Stadt halte an einer Gegenbefahrbarkeit fest, also einer Verbreiterung der Straße und dem Abriss der an der Nordseite stehenden Gebäude. Doch bis Fakten geschaffen werden können braucht es noch ein wenig Zeit. Erst weitere Gutachten müssen beauftragt und die Feinplanung ausgearbeitet werden.

Stadtrat Stephan Kassel kommentierte bei der Vorstellung des Gutachtens die zunächst ins Stocken gekommene Lage mit den Worten: „Es geht weiter im Nordwall“. 2006 plante man schon die Entwicklung des Nord- und des Südwalls in Bezug zu damaligen Gedo- bzw. Zentro-Konzepten. Erst im Jahre 2009 entwickelte sich die Idee der Gegenbefahrbarkeit und von dort an schritt die Realisierung immer wieder voran.

Ein wichtiger Meilenstein war zunächst das städtebauliche und verkehrstechnische Gutachten, was der Stadt nun vorliegt. Anhand der Nutzwertanalyse möchte die Stadt auch einen Mehrwert erwirken und nicht nur einen kosmetischen Umbau. In einem sehr langwierigen Prozess wurden bereits die meisten privaten Grundstücke auf der Nordseite befindlichen Gebäude für die Verbreiterung der Straße erworben.

Dennoch beginnen die Baumaßnahmen noch nicht. Denn erst jetzt müssen die beiden Gutachten zum Immissions- und Emissionsschutz eingeleitet werden. Fachbereichsleiter Wolfgang Schucht rechnet jedoch in der Sommerpause mit den ersten Ergebnissen. Es folgen noch eine öffentliche Auslegung und ein Satzungsbeschluss, um in eine genauere Betrachtung einzusteigen.

Denn alle bisher konzipierten Möglichkeiten waren nur Grundsatzentscheidungen. Das Gutachten und die Stadt favorisieren zwar eine konkrete Umbauvariante, diese ist aber nur sehr grob. Explizite Angaben zur neuen Bebauung auf der Nordseite, der genauen Anzahl der Parkplätze oder den Fahr- und Abbiegespuren können noch nicht getroffen werden. Es kann sich also im weiteren Planungsverlauf im Detail etwas ändern.

Nach den neuen beiden Gutachten wird es nach der Sommerpause mit den Planungen weiter gehen, um gegebenenfalls 2016 mit dem Umbau beginnen zu können. Es gehe im Gesamtkonzept auch nicht nur um den Nordwall. Vielmehr sehe man das Stadtquartier Nordwall/Schuhstraße als Einheit.

Zuerst habe man die Allerbrücke im Fokus gehabt. Nun stehen der Neumarkt, der 2015 fertig gestellt werden soll und der Kreisverkehr auf Höhe der Katzensteinstraße im Fokus. Hand in Hand soll es mit den Bauprojekten voran gehen, was dann auch den Umbau des Nordwalls betrifft. Auf der Bau-Agenda stehen unter anderem auch die Sanierung der Hehlentorstraße und eine Neubetrachtung der Schuhstraße.

Die Stadt habe trotz der klammen Finanzlage, in Verbindung mit einigen Fördergeldern, viel vor. Fachbereichsleiter Jens Hanssen versicherte, dass man versuche, möglichst unter fließendem Verkehr die Baumaßnahmen durchzuführen. Die Verkehrsteilnehmer müssten jedoch während der ganzen Baumaßnahmen mit Behinderungen rechnen.

Redaktion
Celler Presse

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