Dirk Schlag und Heinrich DocWolf zu Gast in Celle

CELLE. Im Celle Traditionsmusikhaus Uebel kehrten heute der deutsche Johnny Cash Heinrich DocWolf und der Gitarrist der Musikgruppe Santiano Dirk Schlag ein. DocWolf freute sich über seine neuste Errungenschaft einer Deutschen Basslaute und Schlag brachte seine Akustikgitarre gleich mit. Beide Musiker schöpften von dem unerschöpflichen Fachwissen und den qualitativ hochwertigen Arbeiten des Musikhauses.

Das Musikhaus Uebel kann auf rund 300 Jahre Erfahrung, die 275 Jahre meisterlich bescheinigt wurde, zurückblicken. Johann Christian Uebel setzte um 1710 als Violinmacher in Klingenthal den Grundstein. Klingenthal im Vogtland ist bekanntlich das Mekka der Geigen- und Gitarrenbauer. 1958 zog es allerdings Wolfang Uebel nach Celle. Uebel kümmerte sich um die Restauration von Instrumenten der Privatsammlung von Moeck. 1966 hatte er dann die Chance, in der Schuhstraße seine eigene Werkstatt zu eröffnen. Die wichtigsten Daten des Musikhaues sind auch in dem Buch „Die Geigen- und Lautenmacher“, die Bibel der Zunft, aufgeführt. Tradition, Handwerk und die Liebe zu klassischen Musikinstrumenten, lassen auch heute noch den 81-jährigen Wolfgang Uebel in seiner Werkstatt stehen. Zusammen mit seiner Tochter Frauke Uebel wird das handwerkliche Können wieder übertragen. Ganz nach dem Motto: „Instrumente, die nicht gespielt werden, verlieren an Klang“, kümmern sich beide liebevoll um das alte Holz und die Bespielbarkeit ihrer Instrumente. Selbst aus altem Holz nun neu gefertigte Instrumente bilden ein ideales Zuhause für einen wunderbaren Klang. So entsteht in filigraner Handarbeit und gekonnten Griffen ein neues Instrument „Made in Celle“.

Bekannt sind auch die Gamben, die vom Musikhaus Uebel in 14 Länder verschickt wurden. Die Barockmusik erfährt heutzutage ihre Renaissance und macht die alten Instrumente wieder interessant. Dabei gibt es nur sehr wenig Geigen- und Lautenmacher, die wie Uebel historische Instrumente bauen und reparieren können.

Eher durch Zufall entdeckte der Gifhorner Musiker Heinrich DocWolf, alias Heinrich Wolfes, das Musikhaus in Celle. Sonst auch mit Gunter Gabriel auf Tour, ist Wolfes auch als deutscher Johnny Cash bekannt. Cashs „Ring of Fire“ war ein wichtiger Meilenstein für den Musiker, obwohl das Gesangstiming Cashs für DocWolf eine besondere Bedeutung hatte. Wolfes freut sich über das enorme Fachwissen des Celler Musikhauses und seine neue Deutsche Basslaute aus der Wandervogelzeit der 20er Jahre. Mit den Klängen möchte Wolfes sein Repertoire erweitern und Stücke vom Hamburger Volkssänger Richard Germer musikalisch optimal unterstrichen wissen. Die Deutsche Basslaute ist anders als die alten Knickhalslauten und ähnelt baulich einer Schrammelgitarre.

Sein Musikerfreund Dirk Schlag, der vielen von der Musikgruppe Santiano oder Truck Stop bekannt ist, begleitete DocWolf, um von der Erfahrung des Musikhauses zu profitieren. Schlag brachte seine Akustikgitarre mit, die sich Uebel anschaute. Neben den Fachgesprächen war immer Zeit für gespielte Klänge von Wolfes und Schlag. Gespielt hatte Dirk Schlag in Celle auch schon einmal. Der Gitarrist konnte sich etwas verschwommen an einen Auftritt in der Innenstadt und in der CD Kaserne mit einer anderen Band erinnern. Mit Santiano hatte Schlag gerade noch 80 Konzerte in Deutschland und der Schweiz gespielt, doch Pause macht er noch lange nicht. Dazu arbeitet Schlag als Gitarrist, Songwriter und Produzent aktuell gleich an mehreren Projekten.

Die Planungen, dass Heinrich DocWolf zusammen mit Gunter Gabriel auf einer Celler Bühne stehen, laufen bereits. So können sich die Celler auf neue musikalische Klänge freuen.

Redaktion
Celler Presse

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