Montag, 12. Oktober 2026

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Licht und Schatten in der szenischen Kunst

CELLE. Der Kunstverein Celle eröffnet unter Beisein des Leipziger Künstlers Aris Kalaizis die neue Ausstellung „Die Sanftmut der Taube“ in der Gotischen Halle im Celler Schloss. Rund 70 Kunstinteressierte füllten die Halle, während die eindrucksvollen Werke des „Sotto-Realismus“ ihren ganz eignen Flair verbreiteten. Es wurde nicht nur eine Ausstellung, sondern den Besuchern auch eine neue Welt und Sichtweise auf die Dinge eröffnet.

Der gebürtige Leipziger hat sich mit seiner ganz eigenen Kunst einen Namen gemacht. Als Kind griechischer Immigranten wurde Aris Kalaizis 1966 in Leipzig geboren und studierte später in der sächsischen Großstadt. An der Hochschule für Graphik und Buchkunst wurde der aufstrebende Künstler zum Meisterschüler seines Professors Arno Rink.

Aris Kalaizis entwickelte seine ganz eigene Kunstform. Ursprünglich im Stil des düsteren spanischen Barock hatte Kalaizis allmählich in der Königsdisziplin, der Figurenmalerei, eine unendliche Verkettung seiner Kunst und seines Stils geschaffen. Wenn in seinen Werken der Surrealismus auf die Realität trifft, dann verschmelzen die Wahrnehmungen, die der Betrachter ganz für sich allein entdecken sollte. Diese sehr mystischen und sehr realen Darstellungsformen verlangten nach einer ganz eigenen Betitelung und so hatte bereits die New Yorker Kunsthistorikerin Carol Strickland den Begriff „Sotto-Realismus“ kreiert.

Im sanften Übergang der Realitäten wird die Dimension der Werke dem Betrachter erst mit der Information so richtig bewusst, dass alle Bildszenen vorher real erschaffen wurden. Obgleich einige Werke rätselhafte Geschichten erzählen oder phantastisch Landschaften zeigen, werden sie filmgerecht in einem Set erschaffen und Darsteller runden diese reale – aber zugleich wie eine angehaltene Filmszene wirkende – Kollage ab. Filigran spielt Kalaizis mit dem Licht und den harten Schatten. Er haucht so den ganz eigenen Szenen Leben ein, oder lässt die porträtierten Personen so echt wirken, also ob sie gleich aus dem Bild erwachen.

Während sich Alfhild Scharf, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Celle, über die neue Ausstellung in der Gotische Halle freute, porträtierte im Anschluss der Schriftsteller Paul-Henri Campbell den Künstler Kalaizis auf seine ganz eigene Art und Weise. Er nahm die Besucher bei der Eröffnungsvorstellung auf eine Reise durch das Leben und das Schaffen des Künstlers Aris Kalaizis.

DIE SANFTMUT DER TAUBE
05.10. bis 30.11.2014
Öffnungszeiten
Di–So 10–13 und 13.30–17 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch
Sonntag | 30. 11.2014 | 11.30 Uhr
Moderation: Paul-Henri Campbell

Redaktion
Celler Presse

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