Samstag, 17. Januar 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

50 Jahre Stadtbibliothek am Lauensteinplatz: Feier am Tage – Krimi am Abend

CELLE. Anlässlich des Jubiläums würdigte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende die Arbeit der Zweigstelle und bekannte sich zu der Bedeutung für den Stadtteil. Mende: „Die Bibliothek ist medial aufgestellt, wie man es heute von einer Bibliothek erwartet.“ Kultur sei ein wichtiges Bindeglied – die Bibliothek ein Stützpfeiler von Kultur. Neben Oberbürgermeister Mende waren die Leiterin der Stadtbibliothek, Petra Moderow, Celles Kulturdezernentin, Susanne McDowell und der Vorsitzende der Bibliotheksgesellschadt, Jürgen Brandes, gekommen. Und viele Bürger hatten sich eingefunden, um der Feier beizuwohnen.

Cornelia Rittmeyer-Bhuie, Leiterin der Zweigstelle der Stadtbibliothek am Lauensteinplatz, seit anderthalb Jahren in dieser Funktion, gab einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung. Die Zweigstelle der Stadtbibliothek wurde am 19. Oktober 1965 in der Realschule auf der Heese als Kinder- und Jugendbücherei eröffnet. 1975 zog sie an den Ort, an dem sie bis heute zu finden ist: am Lauensteinplatz. Cornelia Rittmeyer-Bhuie leistet die Arbeit zusammen mit Daniela Schultz und Ilonka Scharpe.

In seinem Grußwort sprach Oberbürgermeister Mende auch das Thema Flüchtlinge an. Es sei gerade in Celle wichtig, mit diesen Menschen hier eine Begegnung zu organisieren. Menschen verwies darauf, dass diese Stadtteilbibliothek auch mal politisch im Gespräch war. Es war die Frage, ob sich eine Stadt wie Celle in Jahren der Haushaltskonsolidierung die Einrichtung noch leisten könne. Es sei sehr wichtig, dass eine Entscheidung zur Aufrechterhaltung der Bibliothek gefallen sei trotz aller Diskussionen, zumal sie auch ein kultureller Mittelpunkt im Stadtteil sei.

Jürgen Brandes, Vorsitzender der Bibliotheksgesellschaft, zeigte sich beeindruckt von der guten Arbeit in der Zweigstelle und überbrachte die Grüße und Glückwunsche der Gesellschaft.

Den musikalischen Rahmen für die Veranstaltung bildeten Schülerinnen und Schüler des Hölty-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Egon Ziesmann – sozusagen in Nachbarschaftshilfe.

So ist die Bibliothek eine Begegnungsstätte, ein Ort des Lernens zur Vermittlung von Sozialkompetenz und sogar ein Zufluchtsort für Kinder in Notsituationen. Die Bibliothek beteiligt sich an dem Programm „SchutzCelle“. Kinder und Jugendliche treffen sich in der Zweigstelle Lauensteinplatz nach der Schule, „einfach so“, ohne dass sie ein Buch ausleihen müssten. Auch ist dafür kein Leseausweis erforderlich. Um sich zu informieren, stehen alle technische Ausrüstungen zur Verfügung, die auf dem neuesten Stand sind; WLAN kann drei Stunden lang kostenlos genutzt werden.

Die Zweigstelle Lauensteinplatz hat auch deshalb eine große Bedeutung als Nachbarschaftsbibliothek, zumal im Stadtteil eine große Anzahl von Migranten lebt. Für diesen Personenkreis hat die Bibliotheksgesellschaft besondere Bücher zur Verfügung gestellt. Das Projekt Schreibwerkstatt soll fortgesetzt werden und geplant sind Sprachkurse für Flüchtlinge.

Am Abend war Krimizeit in der Zweigstelle

In der Stadtbibliothek am Lauensteinplatz in Celle waren Regale beiseite gerückt worden. So entstand ein angenehmer Ort für eine Lesung. Zum 50. Geburtstag der Bibliothek hatte die Bibliotheksgesellschaft den Leserinnen und Leserinnen einen Besuch der bekannten Krimi-Autorin Susanne Mischke geschenkt, die zum Abschluss der Jubiläumsfeier aus ihrem Buch „Mordsweiber“ las. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, es ging mörderisch zu. Schon in der ersten Geschichte wird nicht nur ein Kater Opfer von Zyankali, die Täterin, eine freundliche Nachbarin, bringt wenig später so auch sein Frauchen um. Da werden Männer, die sich um die Gunst einer Frau bemühen, kurzerhand vom Balkon geworfen, ein anderes Mordsweib betätigt sich auf kuriose Weise als Tankstellenräuberin, oder bei einer Hochzeitsfeier kommt der Bräutigam in der Toilette auf überraschende Art zu Tode. Gruseln und Lachen gab es.

Für die Bibliothek dankte Cornelia Rittmeyer-Bhuie mit Blumen, und Erika Trichterborn überreichte der Autorin im Namen der Bibliotheksgesellschaft ein Glas Celler Heidehonig. Nicht nur Krimi-Geschichten gab es zu hören, die Stadtbibliothek war ein guter Gastgeber. Bei Getränken, Süßem und Salzigem war in der Pause Gelegenheit zu Gesprächen. Leserinnen und Leser, Gäste und Bibliothekarinnen sprachen vergnügt und engagiert miteinander. Da war von Literatur die Rede, auch von Krimis, aber ebenso von digitalen Medien, von Computerarbeitsplätzen, von WLAN und von zeitgemäßer Fortentwicklung der Bibliothek, schließlich von guter Nachbarschaft, von Alt und Jung, von der Bedeutung der Bibliothek für Migranten. So zeigte sich die Stadtbibliothek am Lauensteinplatz als etwas, das heute immer wichtiger wird, als Treffpunkt für die Menschen. Diese Bibliothek hat ihren festen Stand am Lauensteinplatz. Das hatte auch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende am Morgen zu Beginn der Jubiläumsfeier bekräftigt.

PR/Redaktion
Celler Presse

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige