Hungerhilfe für Malawi

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HERMANNSBURG/HANNOVER. Mit 20.000 Euro unterstützt das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen (ELM) zusammen mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers einen Plan des malawischen Evangelisch-lutherischen Entwicklungsdienstes (Evangelical Lutheran Development Service, ELDS), um einer Hungerkatastrophe in Malawi zu begegnen.

Laut ELM fasst Dickens Mtonga, der Direktor des ELDS, die Notsitu-ation in Malawi Ende Oktober folgendermaßen zusammen: „Malawi erlebte eine Reihe von ungewöhnlichen Wetterextremen in der landwirtschaftlichen Produktionssaison 2014/15. Die sonst im No-vember einsetzende Regenzeit verzögerte sich um 40 Tage, so dass viele wasserintensive Kulturen nicht ausreichend versorgt werden konnten. Im Januar folgten heftige Regenfälle mit weit verbreiteten Überschwemmungen. Im landwirtschaftlichen Bereich wurden dadurch viele Ackerflächen zerstört und Nährstoffe aus den Böden gewaschen. Zwischen Februar und März 2015 erlebte das Land dann eine extreme Trockenperiode, die zu einem vorzeitigen Wachstums-stopp der Kulturen führte. Die niedrige Produktion von Grundnahrungsmitteln verursachte eine akute Nahrungsmittel-knappheit; 2,8 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.“

Klimawandel verschärft Wetterextreme

Klimaexperten sehen hinter diesen Wetterextremen das Phänomen „El Niño“ („das Kind“). Dieses Phänomen erwärmt den Südpazifik regelmäßig im Abstand von mehreren Jahren um die Weihnachtszeit. Ursache ist die Verschiebung von Meeresströmungen. Dies führt in einigen Regionen zu extremen Dürreperioden und zeitgleich in anderen Gebieten zu fatalen Überschwemmungen. Offensichtlich werden die Auswirkungen von „EL Niño“ durch die Erderwärmung inzwischen immer extremer. Betroffen sind besonders die latein-amerikanischen Andenstaaten Peru, Chile und Argentinien sowie der Osten und Süden Afrikas.

Außer aus Malawi gibt es auch aus Äthiopien Meldungen über eine drohende Ernährungskrise, die durch El Niño ausgelöst wird. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen spricht von „dramatischen Zahlen für Äthiopien“. Bereits jetzt seien 4,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

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