Neues Baugebiet neben Altlast

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LACHENDORF. Das neue Baugebiet in Lachendorf ist schon vor dem ersten Spatenstich erneut in der Kritik. Zuerst, da bereits vor der Genehmigung des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat die ersten Bäume gefällt wurden. Nun liegt aktuell der Bebauungsplan öffentlich aus und es tauchen neue Fragen auf. Direkt neben dem Baugebiet, in dem junge Familien ansiedeln sollen, gibt es Altlasten im Boden so der Grünen-Kandidat aus Lachendorf Christian Brandes.

Christian BrandesDie Altlasten seien eine alte Mülldeponie aus den 70er Jahren mit nicht näher bekanntem Inhalt. Das führe dazu, dass im gesamten Bereich kein Brunnen zur Gartenbewässerung angelegt werden darf und die Versickerung des gesamten Oberflächenwassers zentral über einen hinteren Bereich erfolgen soll, so Brandes weiter. Und es führe sogar dazu, dass in einem Bereich des geplanten Gebietes kein Keller gebaut werden dürfe. Als die Option dieses Gebietes für mögliches Bauland das erste Mal dem Gemeinderat vorgestellt wurde, sei keine Rede von der Altlast in direkter Nachbarschaft gewesen und dass die Grundstücke davon betroffen sein könnten. Darüber hinaus habe nun sogar der Landkreis Bedenken bezüglich der ausgewählten Ausgleichsflächen und fordere Informationen nach. Des weiteren müssten zudem noch drei besonders geschützte Nester von Waldameisen umgesiedelt werden, um dieses Gebiet zu realisieren. Die Auswahl dieses Grundstückes werde immer fragwürdiger. Nicht nur, dass das Gebiet ausserhalb der Umgehungsstrasse und auch ausserhalb des verabschiedeten Dorfentwicklungsplanes liege, jetzt auch noch neben Schadstoffen im Boden. Was Brandes sich fragt ist: Werden potentielle Käufer aktiv auf die Altlast und die damit einhergehenden Beschränkungen hingewiesen? Oder wird bei Bedarf im Nachhinein auf den ja bekannt gemachten Bebauungsplan verwiesen? Brandes fragt sich mittlerweile, was trotz all dieser Umstände, die Verwaltung dazu veranlasst habe, genau dieses Gebiet zur Bebauung vorzuschlagen.

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