Kommunikation werden seit kurzem gezielt auch Elemente aus der Gebärdensprache bei kleinen Kindern in Krippen-und Kindertagesstätten eingesetzt

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WINSEN/Aller. Maren Rodehorst, die Leiterin des evangelischen Johanneskindergartens in Winsen, hatte den Erzieherinnen ihrer Einrichtung nicht zu viel versprochen: Die zweitägige Fortbildung zum Thema „Einsatz von Gebärdensprache bei der Arbeit mit Kleinkindern“ war ein voller Erfolg. „Am Anfang“, so Maren Rodehorst, „stand die theoretische Beschäftigung mit dem Kommunikationsmöglichkeiten von Babies und Kleinkindern, aber dann wurde es schnell sehr praktisch!“

Erzieherinnen im Johannes-Kindergarten Winsen lernen Grundzüge der Gebärdensprache 1 Erzieherinnen im Johannes-Kindergarten Winsen lernen Grundzüge der Gebärdensprache 2

Und daran war den Erzieherinnen der kirchlichen Einrichtung schließlich gelegen: Sie wollten durch Anleitung von Diplom-Pädagogin Tina deBoer verstehen lernen, wie sie mit Gebärden aus der „Deutschen Gebärdensprache“ besser „mit den Händen reden können“. Rodehorst: „Die Gebärden, die sprachunterstützend eingesetzt werden, dienen der Wortschatzerweiterung der Kinder und sollen vor allem Lust auf Sprache machen – und sie helfen uns bei der Verständigung mit Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.“

Einsatzmöglichkeiten für die sprachunterstützenden Gebärden gibt es im Kindergartenalltag genug: So lernten die Erzieherinnen mit viel Enthusiasmus, Lieder, Spiele und Texte mit Gebärden zu untermauern; der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Damit das Erlernte nicht wieder verlorengeht, so Maren Rodehorst, soll es in Zukunft bei Dienstbesprechungen oder Elternabenden regelmäßige Vertiefungen in Sachen Gebärdensprache geben. Das eingerahmte Zertifikat „BabySignal“, das künftig im Eingangsbereich der Kindertagesstätte hängt, signalisiert jedenfalls, dass man auch im Johanneskindergarten immer auf der Höhe der Zeit sein will.

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