Höchste SPD-Auszeichnung für Celler Sozialdemokraten: Willy-Brandt-Medaille für Dr. Fritz Riege

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CELLE. Zur Feier seines 90. Geburtstages hat der ehemalige Celler Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Familie, Freunde und zahlreiche Weggefährten heute nach Celle-Boye zur Geburtstagsfeier eingeladen. In diesem Rahmen wurde Riege von der SPD für jahrzehntelange Arbeit für die Sozialdemokratie mit der höchsten Auszeichnung der Partei geehrt: So erhielt der SPD-Politiker die Willy-Brandt-Medaille, die nach dem ehemaligen Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger benannt ist und als sehr seltene und höchste Auszeichnung in der SPD für besonders herausgehobene Verdienste gilt.

In Anwesenheit zahlreicher Weggefährten, unter anderem des ehemaligen Bundesministers Karl Ravens, langjähriger SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender in Niedersachsen, sowie vieler weiterer Ehrengäste überreichte der Celler SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt die Willy-Brandt-Medaille an Riege: „Fritz Riege hat sich in zahlreichen Ämtern um unser Land und um die Sozialdemokratie verdient gemacht. Doch das wichtigste Amt ist für ihn immer das des kritischen und engagierten Staatsbürgers gewesen – bis heute bringt er sich in aktuelle Debatten ein. Fritz ist immer im Gespräch, er schreibt aktuelle Kolumnen im Netz, stets wendet er sich seinen Mitmenschen zu. Diese Haltung hält die Demokratie fit – und sie hat eben auch Fritz fit gehalten“, sagte Schmidt in seiner Laudatio. „Willy Brandt hat in seinen Erinnerungen geschrieben: Wo Zivilcourage keine Heimstatt hat, reicht die Freiheit nicht weit. Nach dieser Maxime lebt und arbeitet Fritz Riege. Wir sind froh und glücklich, dass wir ihn unter uns haben.“

Dabei kann der Geehrte auf ein bewegtes Leben zurückblicken: 1927 in Züllichau im heutigen Polen geboren, musste er nach der Schulzeit in der Wehrmacht dienen. Nach der Kriegsgefangenschaft arbeitete er zuerst als Buchhändler und absolvierte anschließend ein Studium, danach war er beim Deutschen Gewerkschaftsbund, bei der Handwerkskammer Bremen und beim Landesverband der Ortskrankenkassen tätig. Knapp 20 Jahre gehörte er dem Niedersächsischen Landtag an und war zudem gleich zweimal Staatssekretär – erst von 1970-1974 im Ministerium für Bundesangelegenheiten und dann von 1990-1994 in der ersten Landesregierung unter Gerhard Schröder im Sozialministerium. Zahlreiche Parteifunktionen übte er aus, darunter viele Jahre als Vorsitzender der SPD im Landkreis Celle. In die SPD eingetreten ist er am 01.01.1955 und ist bis heute in der Sozialdemokratie aktiv, vor allem zusammen mit seiner Frau Anne, die der SPD bereits seit dem 01.01.1966 angehört.

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