Grünabfall: Einfach und schnell entsorgen durch neues Automatensystem

ALTENCELLE. Damit die Anlieferung der Grünabfälle in Altencelle zukünftig schnell und ohne Wartezeiten erfolgen kann, wurde die Grünabfallannahmestelle im Zuge des Umbaus der Entsorgungsanlage neu konzipiert. Kunden, die im PKW ohne Anhänger anliefern und nur Grünabfall zu entsorgen haben, können ihre Anlieferungen nun selbstständig abfertigen. Sie laden ab, wählen am Automaten die entsprechende Pauschale, zahlen und fahren wieder.

Hintergrund: Bislang mussten alle Anlieferer von Grünabfällen über die Waagen fahren und die Gebühren wurden von Mitarbeitern des Zweckverbandes erhoben. In 2016 wurden allein in Altencelle 2.300 t Grünabfall von Kunden angeliefert. Von den insgesamt 23.800 Grünabfallanlieferungen hätten auf Grund der Menge nur 1.850 verwogen werden müssen. Bei 22.000 Grünabfallanlieferungen handelte es sich um Kleinstmengen unter 200 kg. Für diese Mengen werden Pauschalen erhoben.
Kleine Pauschale: Volumen max. PKW Kofferraum, 3,60 €
Große Pauschale: Volumen mehr als PKW Kofferraum, 9,00 €
Zahlarten am neuen Automaten: Bar, EC-Karte, Geldkarte

Die Sparkasse Celle hat bei der Ausstattung des Kassenautomaten maßgeblich mitgewirkt. Im Laufe dieses Jahres wird die Sparkasse zudem auch das kontaktlose Bezahlen mit der SparkassenCard (girocard kontaktlos) erweitern. Bis Ende 2017 werden dann ca. 50% der ausgegebenen SparkassenCards girocard kontaktlos fähig sein. „Diese modernen kontaktlosen Bezahlmöglichkeiten sind auch hier möglich. Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft erfolgreich umsetzen können“, sagt Frank Erdmann, Leiter der Electronic Banking Abteilung der Sparkasse Celle.

Bei der heutigen Inbetriebnahme des neuen Verfahrens durch Tobias Woeste, Geschäftsführer des Zweckverbands nahmen Konrad Heemskerk, Leiter Betriebe des Zweckverbands, Thomas Helms, Leiter IT des Zweckverbands und Frank Erdmann, Leiter der Electronic Banking Abteilung der Sparkasse Celle teil. Und es gab auch gleich Gelegenheit, die Abwicklung am praktischen Beispiel zu erleben. Der Vorteil liegt eindeutig in den kurzen Wegen, da nicht das ganze Gelände umrundet werden muss. Bei der Zufahrt zu dem Entsorgungsbereich öffnet sich automatisch die Schranke, und die niedrigen Container stehen direkt davor. Nach dem bequemen Entladen kommt der Gang zum Kassenautomaten, und es ist nur zu wählen zwischen der kleinen und der großen Pauschale. Nach dem Zahlvorgang erhält der Kunde einen Chip, mit dem bei der Ausfahrt die Schranke geöffnet wird.

Wie Tobias Woeste erläuterte, gilt dieses Verfahren nur für PKWs ohne Anhänger. Allerdings ist es dem Anlieferer auch freigestellt über die Waage zu fahren – ohne dass gewogen wird – und dort die Gebühr zu entrichten. Das müssen ohnehin alle Anhängergespanne. Woeste sieht in dem Verfahren die Verbesserung der Kundenfreundlichkeit und betont das Verbot durch die Eichbehörde, Mengen unter 200 kg zu wiegen. Deswegen sei man zur Erhebung von Pauschalen gezwungen. Tatsache ist aber auch, dass die große Pauschale von 9 € fast eine Verdreifachung der Gebühr gegenüber dem Wiegeverfahren vor dem Umbau bedeutet. Da kostete die Ablieferung in den meisten Fällen 3,60 € und der PKW (auch Kombi) war bis zum Dach vollgeladen.

PR/Redaktion
Celler Presse

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