Internationales workcamp Bergen-Belsen beim Protest gegen Rassisten

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DORFMARK. Seit über 40 Jahren trifft sich der “Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.” zu politischen Vorträgen und Volkstanz im niedersächsischen Dorfmark. Seit 11 Jahren wird dagegen demonstriert. In diesem Jahr gleich an drei Tagen. Am Karfreitag begrüßten für die anwesenden 50 Menschen vom “Bündnis gegen Ludendorffer” DGB-Sprecher Charly Braun, Ratsherr Steffen Ahrens und SPD-Landtagsabgeordneter Michael Höntsch 60 Jugendliche des Internationalen workcamp Bergen-Belsen.

Die Jugendlichen aus Südafrika, Israel, Osteuropa und Deutschland hatten sich im Seminar mit dem DGB- und verdi-Sprecher Charly Braun inhaltlich gut vorbereitet. Mit kunstvollen Transparenten, Reden, Gesang und Tanz kritisierten sie die Weltanschauung der Ludendorffer und erklärten, was sie in Bergen-Belsen gelernt haben:
“Wir sind hier um gegen Rassismus zu protestieren und wir sind hier um für Gleichheit, Frieden und Freiheit zu kämpfen.” Celles DGB-Vorsitzender Paul Stern betonte in seiner Rede die internationale Solidarität gegen Rassismus und der DGB- und verdi-Sprecher des Heidekreis.

An der Ludendorffer-Tagung nehmen Familienverbände aus Deutschland und dem Ausland teil. Vom Kind bis zum Greis sind alle dabei. Die Ludendorffer glauben an die Rassentheorie von Mathilde Ludendorff und ihres Gatten General Erich Ludendorff, dem Hitler-Putschgefährten von 1923. Sie teilen die Menschen in sog. “Licht- und Schachtrassen” ein. Die germanischen Lichtrassen hätten Heldentugenden und seien zum Herrschen geschaffen. Andere wie Juden, Afrikaner usw. werden negative Eigenschaften angedichtet und die seien zum Dienen geboren. “Blutsmischung führt zum Volkstod” heißt es bei Ludendorff und deutsche Kinder würden durch eine “verjudete christliche Erziehung” geschädigt. Die Ludendorffer sind mit den rechten Szenen gut vernetzt und ihre rassistischen Auffassungen fanden Eingang in die Programme rechter Parteien. Gewerkschaften, Grüne, Linke und SPD-Landtagsabgeordnete werfen ihnen geistige Brandstiftung vor.

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