Bücher entdecken: Thema ist der Roman „Unter der steinernen Brücke“ von Leo Perutz

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CELLE. Der Literaturkreis des Deutschen Frauenrings Celle befasst sich im August mit einem Roman aus der „goldenen Stadt“ Prag im ausgehenden 16./beginnenden 17. Jahrhundert zur Zeit der Reformation und kurz vor Ausbruch des 30-jährigen Kriegs. Am Donnerstag, dem 17.08.2017, um 15.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Fritzenwiese 46, 29221 Celle findet das nächste Treffen des Deutschen Frauenrings, Ortsring Celle statt.

Kaiser Rudolf II., habsburgischer Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation residiert in der böhmischen Hauptstadt Prag. Er ist ein großer Kunstsammler und trauert heimlich um eine platonische Geliebte. Auch viele Juden haben in Prag ihre Heimat – unter ihnen der gelehrte Rabbi Löw und der angesehene Kaufmann Mordechai Meisl. 1589 sterben durch eine Pestepidemie viele Kinder, aber auch plötzlich und unerwartet die junge Esther Meisl, Ehefrau des Kaufmanns. Mit diesem Schicksal hadert Meisl sein Leben lang. Im Laufe der Jahrzehnte wird Meisl zum Finanzier des ständig klammen Kaisers, der auch einen großen Teil seines Vermögens erben soll. Doch tragen diese Vorfälle mit zum Zerfall des böhmischen Königreichs und des Kaiserreichs bei?

Leo Perutz (1882 – 1957) war ein in Böhmen aufgewachsener, österreichischer Schriftsteller, der wegen seines Glaubens 1938 nach Palästina ins Exil ging. Die öffentliche Anerkennung seiner Werke war durch die Zeitumstände eher schwierig.

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