Nach erneuten Angriffen des Wolfes im Landkreis Celle – CDU-FDP-WGL: „Uns reicht´s, Landesregierung muss handeln“

Print Friendly, PDF & Email

WATHLINGEN. „Uns reicht es“, so der Gruppensprecher von CDU-FDP-WGL im Celler Kreistag Torsten Harms und fordert mit einer Resolution die Landesregierung auf, dem Wolf endlich Einhalt zu gebieten. Die Gruppe will mit einer Resolution im Celler Kreistag für mehr Druck auf die Landesregierung sorgen, um endlich einen realitätsnahen Umgang mit dem Wolf zu erreichen. Sie schlägt daher vor, eine Resolution, die bereits im Uelzener Kreistag beraten und beschlossen wurde, nun auch im Celler Kreistag zu beschließen, um der Landesregierung zu zeigen, dass die Geduld am Ende sei.

Die Mehrheitsgruppe im Kreistag sieht insgesamt fünf Punkte für erforderlich an, um zu einem sachgerechten Umgang mit dem Wolf zu gelangen. „Wir fordern, die Wolfsrichtlinie dahingehend zu ändern, dass sämtliche durch Wölfe entstandenen Schäden vorbehaltlos ersetzt werden,“ so Jutta Krumbach (FDP), “und dabei muss die Beweislast zu Gunsten des Geschädigten umgekehrt werden.“ Albrecht Hoppenstedt (WGL) ergänzt, dass diese Regelungen auch auf Hobbyweidetierhalter auszuweiten sei.

Einstimmig sind die Mitglieder der Gruppe dafür, Fachleute für die Besenderung und Vergrämung von Wölfen auszubilden und auch einzusetzen. Das bereits bestehende Wolfsmonitoring sei weiter zu entwickeln und auch einzusetzen, um die Population noch detailierter zu erfassen.

Der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landrat Henning Otte (CDU) fordert von der Landesregierung die Spielräume des europäischen Artenschutzes umfassend zu nutzen und Problemwölfe, die Weidetiere reißen und sich Menschen bedrohlich nähern, konsequent zu entnehmen. Dazu gäbe es keine Alternative. „Die Wölfe dürfen sich in unserer Kulturlandschaft nicht unkontrolliert ausbreiten, da die Gefahrensituationen ansonsten unkontrollierbar werden” so Otte.

Die Resolution sieht des Weiteren vor, über eine Bundesinitiative prüfen zu lassen, ob die niedersächsischen Wölfe Teil einer Wolfspopulation mit günstigem Erhaltungszustand sind. Sollte sich herausstellen, dass sich ein günstiger Erhaltungszustand ergibt, muss zwingend über eine Bundesinitiative der Bund aufgefordert werden, auf die EU-Kommission zuzugehen mit dem Ziel, den Wolf vom Anhang IV in den Anhang V der FFH-Richtlinie abzustufen, um ein wirksames Bestandsmanagement zu ermöglichen. „Einen solchen Weg werde ich auf jeden Fall auf Bundesebene unterstützen!“ so Otte.

Die Celler Landtagskandidaten Thomas Adasch (CDU), ebenfalls stellv. Landrat, und Charles Sievers (FDP) wollen sich dafür einsetzen, den Antrag zum Wolfsmanagement zeitnah umzusetzen und anschließend den Wolf in das Niedersächsische Jagdrecht aufzunehmen, um – wenn notwendig – regulierend in den Bestand einzugreifen und Menschen und Weidetiere zu schützen.

Als letzten Punkt sieht die Mehrheitsgruppe im Kreistag den noch amtierenden Umweltminister in der Pflicht, denn der hatte in Uelzen zugesagt die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Wolf zu verbessern. „Da wird ihm nicht mehr viel Zeit bis zum Ende der jetzigen Regierung bleiben. Unsere Forderung richtet sich auch an einen neuen Umweltminister, denn es kann nicht sein, das Angriffe des Wolfes verschwiegen werden, hier muss umfassende Transparenz geschaffen werden“, so Krumbach, Harms und Hoppenstedt, die davon ausgehen, dass die Resolution mit Mehrheit angenommen wird.

PR

Werbung:

zanox_gutschein_728x90_4


%d Bloggern gefällt das: