Sommer (GRÜNE): Wathlinger Halde muss nach unter Tage

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WATHLINGEN. Bei einem Lokaltermin an der Wathlinger Halde und einem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sprachen sich der GRÜNE Bundestagskandidat Heiko Wundram, die Landtagskandidatin Annegret Pfützner und der umweltpolitische Sprecher der Kreistagsfraktion Gerald Sommer dafür aus, dass die Kalihalde Wathlingen nach unter Tage verbracht wird. Auch über eine Wiederverwertung des Salzes solle nachgedacht werden.

Aus Sicht der GRÜNEN Kreistagsfraktion die von K+S Entsorgung GmbH geplante Abdeckung der Kalirückstandshalde „Niedersachsen“ in Wathlingen keine geeignete Maßnahme, um mit den Langzeitumweltfolgen der jahrzehntelangen Bergbautätigkeit umzugehen. Daher sind die GRÜNEN, im Gegensatz zur CDU, gegen eine Bauschuttdeponie auf der Wathlinger Abraumhalde. „Uns ist klar, dass es sich de jure nicht um eine Deponie handelt, da hier das veraltete Bergrecht greift. De facto wird hier aber die größte Deponie im Landkreis Celle geschaffen“, so Sommer. Die Grundfläche der jetzigen Halde von circa 20 ha würde auf mindestens 40 ha verdoppelt. Die Deponie rage so fast ins das „Naturschutzgebiet Brand“ (FFH-Gebiet Nr. 98) hinein. „Die Idee der Wathlinger CDU ein Förderband durch das Naturschutzgebiet zu bauen ist hanebüchen, da der Schutz der Natur dann nicht zu gewährleisten ist,“ kommentiert Sommer den Vorschlag der CDU.

Die Abdeckung der salzhaltigen Abraumhalde mit Bauschuttfraktionen und belastetem Material sei nicht zielführend, um zu einer Verbesserung der langfristigen Umweltauswirkungen zu kommen. Die GRÜNEN sind der Auffassung, dass nur die vollständige Rückverbringung des Abraums nach Untertage oder die Verwertung des Salzes der Halde einen wirkungsvollen Schutz vor der Versalzung der umgebenden Landschaft darstellt. Beide Verfahren seien technisch ohne Probleme umsetzbar, was die Firma K-Utex Salt Technologicals mit Sitz in Sondershausen bestätige. „Die Belastung der Anwohner im Rahmen der Untertageverbringung oder Verwertung der Halde sind so gering wie möglich zu halten. Es müssen alle Möglichkeiten zur Lärm- und Staubemissionsreduktion ausgeschöpft werden,“ fordert Sommer. „Natürlich werden der Firma K+S Kosten für die Verbringung nach unter Tage entstehen, aber jede Bürgerin und jeder Bürger hat schließlich auch seine Müllgebühr zu zahlen.“

PR
Foto: Gerald Sommer

 

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