Documenta 14 – Die größte Kunstausstellung der Welt

Print Friendly, PDF & Email

CELLE/KASSEL. Wer glaubt Kunst bestehe immer nur aus Bildern oder Fotografie, der liegt hier leider falsch. Bei der diesjährigen Documenta in Kassel gab es allerlei Ausstellungsstücke zu bestaunen, vom kleinen DinA4-Bild bis hin zum begehbaren Tempel aus Büchern, kommt hier jeder Besucher auf seine Kosten. Bei vielen Exponaten ist der eigentliche Hintergedanke jedoch nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. So fragt sich der Ein oder Andere vielleicht, wieso dort lange, verknotete, von der Decke hängende Tücher vorzufinden sind oder andauernd weißer Rauch aus einem nahegelegenen Turm entweicht.

  

Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass hinter jedem Stück auch eine Geschichte steckt. So ist ein in zwei geteiltes Fischerbootswrack nicht gleich nur irgendwas sinnlos Dahingestelltes, denn als man erfährt, dass jedes kleine Accessoire davon eigens per Hand von den Stränden der Küsten aus Dritte-Welt-Ländern gesammelt worden ist, erkennt man, dass dies beispielsweise auf die aktuelle Lage der Flüchtlingskrise aufmerksam machen soll. Erst durch diese Erkenntnisse wird einem klar, dass Kunst nicht nur zwangsweise für das Auge, sondern auch viel als Gedankenausdruck oder Denkanregung gedacht ist. Angesichts der vielen Erkenntnisse und Eindrücke, von denen man auf der Documenta definitiv nicht zu wenig bekommt, war unser Ausflug dorthin auf jeden Fall mehr als lohnend. Vielen Dank an Frau Rauser für die Organisation!

Fabian Witt
Fotos: Anton Röhrs