Pestizide im Bier

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HANNOVER. Zu den heute veröffentlichen Ergebnissen des LAVES zu in Bier gefundenen Rückständen von Pestiziden gibt Niedersachsens Agrar- und Ernährungsminister Christian Meyer folgendes Statement ab:

„Es ist ein erschreckendes Ergebnis, dass man in mehr als 80 Prozent der Bierproben Pestizide gefunden hat und dabei teilweise gleich Rückstände von drei verschiedenen Pflanzen- und Insektengiften. Besonders schockiert mich, dass in rund einem Drittel der Proben Glyphosat gefunden wurde, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Rückstände von Pestiziden haben in Lebensmitteln und auch im Bier nichts zu suchen, auch nicht in kleinen Mengen. Beim Bier sagt das Reinheitsgebot, dass als Grundstoffe nur Hopfen, Malz und Wasser hinein gehören. Leider gibt es für verarbeitete Lebensmittel wie Bier keine Grenzwerte für Pestizid-Rückstände. Auch hier muss der Bund für eine Festlegung von zulässigen Obergrenzen für chemische Rückstände in Lebensmitteln und damit für reinen Biergenuss  sorgen.

Wir brauchen beim Einsatz von Pestiziden und Herbiziden viel schärfere Regeln. Dazu gehört das Verbot von für Menschen gefährlichen Stoffen wie Glyphosat. Hier muss klar das Vorsorgeprinzip für die menschliche Gesundheit gelten. Daher fordert Niedersachsen die Bundesregierung auf, bei der anstehenden EU-Entscheidung über die Verlängerung von Glyphosat wie Frankreich mit Nein zu stimmen. Es dürfen nur solche Stoffe in der Landwirtschaft eingesetzt werden, die für Menschen, Tier und Umwelt nachweislich ungefährlich sind.

Niedersachsen hat aus Gründen der möglichen Gesundheitsgefährdung schon 2015 ein Verbot für Glyphosat auf Spielplätzen und öffentlichen Flächen ausgesprochen.“

Die Untersuchungsergebnisse des LAVES finden Sie unter folgendem Link:

//www.laves.niedersachsen.de/lebensmittel/rueckstaende_verunreingungen/pflanzenschutzmittelrueckstaende-in-bier-157330.html

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