Ortsbürgermeister Rodenwaldt: „Sanierung Neuenhäusens darf nicht gestoppt werden“

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NEUENHÄUSEN. „Wohnen und Arbeiten nebeneinander; Jung und Alt miteinander; Vielfalt und Offenheit füreinander“ – Unter diesem Motto steht das Projekt des Ortsrates zur Aufwertung des Stadtquartiers südlich der Bahnhofstraße. Das soll nun auf Vorschlag des Oberbürgermeisters Nigge und des Kämmerers Bertram und gegen den Rat von Experten gestoppt werden. Die Peripherie habe Vorfahrt.

Der Rat der Stadt Celle hat mit dem letzten Nachtragshaushalt bereits mehrheitlich beschlossen, die Sanierung Neuenhäusens zu streichen. Die Arbeiten hat die Verwaltung entgegen eines bestehenden Ratsbeschlusses wahrscheinlich dazu schon seit Amtseinführung des neuen Oberbürgermeisters eingestellt.

Das urbane Neuenhäusen sei einzigartig in Celle, so Rodenwaldt. Der Ortsrat und bisher auch der Rat unterstützten den Trend zu mehr urbanem Leben und Arbeiten in dem Quartier von der Hannoverschen Straße bis zur Bahn, von der Bahnhofstraße bis zum Gewerbegebiet in der Neuenhäuser Straße. Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD) und andere Mitglieder des Ortsrates seien enttäuscht von der Entwicklung und fordern unverändert, dass das Gebiet aufgewertet und zu einer lebhaften und lebendigen Achse zwischen der sanierten Neustadt und der Altstadt entwickelt werden muss. Neue Wohn- und Arbeitsflächen wie auf dem Stadtwerkegelände sollen entstehen, Straßen saniert und das Straßenbild modernisiert werden. Insgesamt soll ein besseres soziokulturelles nachbarschaftliches Klima erreicht werden.

Rodenwaldt verweist auf die Entwicklung des Vorhabens: Im Juni 2014 stellte Stadtbaurat Kinder sein “Stadtentwicklungsprogramm Celle – 10 Aufgaben für ein zukunftsfähiges Celle” vor, in dem unter Punkt 7 die Erneuerung der Stadtquartiere wie Neuenhäusen angesprochen wurde. Der Ortsrat Neuenhäusen fasste am 23.06.2015 überparteilich und einstimmig ohne Enthaltungen den Beschluss, die Stadtverwaltung aufzufordern, “vorbereitende Tätigkeiten für eine Aufnahme dieses Gebietes in eine Städtebauförderung einzuleiten.” Der Rat genehmigte Mittel für “Vorbereitende Untersuchungen”, die durchgeführt und den Bürgern in einer Versammlung am 9.02.2017 vorgestellt worden sind. Seitdem ist in dem Projekt Ruhe eingekehrt.

Ein Antrag der SPD im Ortsrat fordert die Verwaltung nun auf, dass sie unverändert die Arbeit am bestehenden Ratsbeschluss, die Abgrenzung des Untersuchungsgebietes, den formalen Beschluss zur Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen und die Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes vorzubereiten, fortsetzt und die weiteren nötigen Mittel dafür in 2018 und den Folgejahren für die städtebauliche Sanierung Neuenhäusens im Haushalt, der vom Rat zu beschließen ist, zur Verfügung stellt.

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