GRÜNE fordern gymnasiale Oberstufe an der IGS Celle

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CELLE. Die GRÜNE Kreistagsfraktion lehnt den Vorschlag des Landkreises Celle ab, eine Oberstufe für die Gesamtschüler*innen in Celle nicht einzuführen und stattdessen die Hochschulreife an einem der örtlichen Gymnasien oder einem beruflichen Gymnasium zu erwerben. Die Argumentation der Gesamtschule, dass über 50 % der Schüler sich schon jetzt in Richtung Abitur qualifizieren, sehen Sie durch den Verwaltungsvorschlag nicht ernst genommen. Ebenso wird für die GRÜNEN nicht ausreichend in die Bewertung einbezogen, dass von Oberschulen ein Quereinstieg nach der 10. Klasse möglich ist. Das Konzept und die Methoden der Gesamtschule würden so disqualifiziert und Eltern und Schüler*innen vor den Kopf gestoßen.

„Es wird nicht überprüft, ob es anderen Schulraum gibt. Eine Außenstelle wie die Blumlage, die keine Kapazität für eine Oberstufe bietet, muss gekündigt werden. Wenn Außenstellen geschaffen werden, müssen diese auch über ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten verfügen“, so Marlies Petersen, schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Kreistagsfraktion.

Die vorgeschlagene Ablehnung der Oberstufe werfe die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler*innen in Celle zurück, stellt Petersen klar. „Der Verwaltungsvorschlag hat weitrechende Folgen für die Wahl der Eltern, ihre Kinder an der IGS anzumelden und für die Kinder, die dort beschult werden. Auch eine Vorstellung und Befragung der Schulleitung im Schulausschuss fand seit der Konstituierung des neuen Schulausschusses nicht statt. Dies muss der Ausschuss unbedingt nachzuholen, um zu einer umfassenden Bewertung zu kommen!“ An Gymnasien gebe es sechs Oberstufen im Landkreis Celle, an einer Gesamtschule keine, mit allen daraus folgenden Auswirkungen auf die Schüler*innen. „Mit der Argumentation des Landkreises gegen eine Oberstufe an der IGS könnte dieser etwa auch begründen, warum HBG-Schüler*innen auf eine eigene Oberstufe verzichten und stattdessen ihr Abitur am KAV erwerben sollten. Das ist für uns GRÜNE ebenso ein absolutes „NO GO“, und deshalb müssen Gesamtschüler*innen ihr Abitur an einer Gesamtschule machen dürfen!“

PR