Der Ölschacht in Wietze – Vortrag zur bergmännischen Erdölgewinnung 1918-63

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WIETZE. In seinem Vortrag am Mittwoch, den 22. November, um 19:00 Uhr, im Erdölmuseum in Wietze berichtet Rüdiger Wagner über die  „Historische Entwicklung des Wietzer Erdölbetriebes mit besonderer Berücksichtigung der Zeit der bergmännischen Gewinnung des Erdöls.“  

Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde in Wietze von der DEA begonnen, einen 246 m tiefen Schacht abzuteufen, um den Ölsand der sog. Wealden-Formation aufzuschließen. Da es sich um eine drucklose Lagerstätte handelte, konnte durch die herkömmliche Bohrlochförderung mit Pumpbetrieb nicht mehr genügend Öl gefördert werden. Mittels des Bergwerks sollte der Entölungsgrad der Lagerstätte durch Schwerkraftdrainage bzw. Sickerölgewinnung sowie obertägige Auswaschung des Ölsandes deutlich erhöht werden.

Der Ölschacht wurde 1963 geschlossen, da sich bei den niedrigen Weltmarktpreisen und
aufgrund der Aufhebung der Schutzzölle für ausländisches Öl im Zuge der EWG-Verträge sein Betrieb nicht mehr rechnete. Die Streckenlänge des Bergwerkes betrug bei Schließung über 95 Kilometer. Insgesamt wurden 749.800 t Sicker- und 214.400 t Waschöl gewonnen.

Um den „Schacht“ in Wietze ranken sich zahlreiche Geschichten und Erlebnisse. Der Referent Rüdiger Wagner erhielt in der Markscheiderei des Erdöl-Bergwerks eine Ausbildung zum Berg-Ver­messungstechniker und hat noch einen Teil dieser bewegten Zeit miterlebt.

Der Eintritt für den Vortrag beträgt 4,00 €, Mitglieder haben freien Eintritt.

Deutsches Erdölmuseum Wietze
Schwarzer Weg 7-9
29323 Wietze
T. 05146/92340

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