Interkultureller Familiengesundheitstag war gut besucht

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NIENHAGEN. Über Sexualität, Frauengesundheit oder HIV-Prävention kann oft nur im geschützten Raum gesprochen werden,. Das gilt ganz besonders für Menschen aus anderen Kulturkreisen. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk-Projekt „positive kids“ der Aidshilfe Niedersachsen (AHN) ein Veranstaltungsformat entwickelt, das auf große Resonanz in den Kommunen stößt: der interkulturelle Gesundheitstag für die ganze Familie. Diese Veranstaltung hatte am Samstag in Nienhagen Premiere und erfreute sich eines großen Zuspruchs. Rund 100 Personen nutzten nach Angaben der Veranstalter das Angebot.

Bei der speziell für zugewanderte Menschen konzipierten Informationsveranstaltung standen der kultursensible und interaktive Austausch sowie kurze Vorträge über Frauengesundheit, den weiblichen Körper, über Schwangerschaft, Geburt und HIV-Prävention im Mittelpunkt.

Für die männlichen Besucher gab es beispielsweise eine Einführung in die Erste Hilfe und ein Gespräch über Männergesundheit mit dem Diplompädagogen Ulrich Mennecke (Infoline Celle).

Das Frauenprogramm gestalteten die Nienhagener Hebamme Cathrin Meinecke-Büchler und Susan Bagdach, Gründerin des interkulturellen Gesundheitszentrum Holla e.V. (Köln). Die erfahrene Psychotherapeutin und Trainerin führten mehrsprachig mit leichter Hand durch schwierige Themen. Bagdach selbst stammt aus einer syrischen Familie.

Um die Thematik für alle Teilnehmer verständlich zu machen, wurden die Inhalten in Englisch, Farsi, Kurdisch und Arabisch übersetzt.

Die Veranstaltung wurde unter anderem von der Gemeinde Nienhagen, dem Landkreis Celle, der örtlichen Jugendhilfe, der DLRG-Ortsgruppe Wathlingen-Nienhagen, dem Familienzentrum KESS e.V., dem MiMi-Gesundheitsprojekt Niedersachsen, dem Sprachmittlerpool und der Volkshochschule Celle unterstützt und wird nach dem Erfolg sicher eine Fortsetzung finden.

Redaktion
Celler Presse





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