„Ensemble Baroque de Nantes“ als musikalischer Höhepunkt der „ResidenzKlänge“ im Celler Schloss

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CELLE. Einen weiteren musikalischen Höhepunkt bietet das Residenzmuseum in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturfestival „arabesques“ am 27. April.  Um 19.00 Uhr spielt das „Ensemble Baroque de Nantes“ im Rittersaal des Celler Schlosses. Musikalisch-thematisch dreht sich alles um die politisch-dramatische Königsmarck-Affäre im 17. Jahrhundert. 

 „Die Affäre Königsmarck – un vrai mystère d’amour“ – so lautet der Titel eines Konzertes, das  „arabesques“  im Rahmen der Deutsch-Französischen kulturellen Zusammenarbeit präsentiert: ein  Konzert auf den Spuren der norddeutsch-französischen Geschichte, das einer barocken Staatsaffäre europäischen Ranges und ihren Hauptprotagonistinnen gewidmet ist.

Zu Ehren der Herzogin Eléonore d’Olbreuse, ihrer Tochter, der Kurprinzessin Sophie Dorothea von Celle und des Geburtstages der Gräfin Maria Aurora von Königsmarck (28. April 1662) gastiert das international renommierte Ensemble Stradivaria- Ensemble baroque de Nantes im Celler Schloss (27.4.) und anschließend  im Schloss Agathenburg (28.4.).

Die Musiker sind vielfach ausgezeichnete Experten darin, den Klang des 17. und 18. Jahrhunderts auf Instrumenten der Zeit getreu wiederzubeleben: reich und lebendig, durchdrungen von Zärtlichkeit und Poesie, changierend zwischen opulenten Klängen und Transparenz – eine „Musik jenseits von Musik“ (Gérard Abrial, Easyclassics).

PROGRAMM

LE QUATUOR À LA FIN DU 18ème SIÈCLE

 Jacques Aubert (1689–1753)                                      5ème Symphonie gewidmet der Marquise de                                                                                                      Villeroy (Ouverture, Menuets 1 et 2,Contredanse)

Joseph Haydn (1732–1809)                                        Quatuor Opus 20

Pierre Vachon (1738–1803)                                        Quartetto 1 gewidmet Monsieur le Comte de Guines (allegro, andante, minuetto, allegro)

Ludwig van Beethoven (1770–1827)                      Quatuor n°1

Besetzung:

Varoujan Doneyan, Simon Pierre (Violine),  Joël Oechslin (Viola), Lucile Perrin (Violoncello)

Karten für diesen Abend sind zum Preis von 8,00 € (6,00 € ermäßigt) im Vorverkauf an der Kasse des Bomann-Museums sowie an der Abendkasse im Schloss erhältlich.

ZEIT:                                      Fr. 27.4.2018 19 Uhr

ORT:                                      Rittersaal im Celler Schloss, Schlossplatz 1, 29221 Celle

TICKETS:                              EUR 15 € / 12 € erm.

Kartenreservierung Bomann-Museum Celle

Tel. 05141-124540

Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufskassen und eventim.de

Abendkasse im Celler Schloss

Veranstalter: arabesques in Kooperation mit dem Residenz Museum Celle, gefördert durch BureauExport

Historischer Hintergrund

Celle

Georg Wilhelm, Barockfürst und letzter Herzog von Lüneburg, verzichtete aus Liebe zu der französischen Landadeligen Eléonore d’Olbreuse auf die Erbfolge. Die Celler Residenz erlebte mit ihr ihre Blütezeit. Mit dem Aufstieg Eléonores ist auch das Schicksal ihrer einzigen Tochter Sophie Dorothea von Celle verknüpft. Die auf dem Heiratsmarkt des europäischen Hochadels begehrte Prinzessin wurde aus politischen Gründen mit ihrem hannoverschen Cousin, dem späteren König Georg I. von Großbritannien verheiratet. Aus Liebe zu Philipp Christoph Graf von Königsmarck widersetzte sie sich den höfischen Regeln. Sie wurde nach ihrer Affäre mit dem Grafen auf Schloss Ahlden verbannt. Der in sächsischen Diensten stehende junge Graf verschwand spurlos im Leineschloss zu Hannover …

Agathenburg

Maria-Aurora von Königsmarck machte sich mit Hilfe des Einflusses von Sachsens Kurfürst August des Starken und Frankreichs König Ludwig XIV. auf die Suche nach ihrem Bruder. Voltaire nannte sie die „berühmteste Frau zweier Jahrhunderte“ – das Schloss Agathenburg, in dem die schöne Gräfin aufwuchs, feiert mit diesem Konzert ihren Geburtstag (28.4.1662). Zeitgenössische Autoren benennen ihre Begabungen als überdurchschnittlich, gleich, ob als Sängerin, Cembalistin, Lautenspielerin oder Tänzerin. Sie besuchte regelmäßig das neue Opernhaus in Hamburg und war mit der Kunst des musikalischen Dramas, Schauspiels und Tanzes vertraut. In Stockholm in führender Position am Hof, textete sie Arien und wirkte als Komponistin. Als Pröpstin des Quedlinburger Damenstiftes unterstützte sie die Komponisten Reinhard Keiser und Johann Mattheson. Letzerer widmete ihr seine erste, 1713 erschienene Musikmonographie „Das Neueröffnete Orchestre.

arabesques – Deutsch-Französischer Kulturaustausch

2011 gründete die aus Celle stammende Redakteurin, Autorin und Kulturmanagerin Barbara Barberon-Zimmermann gemeinsam mit Nicolas Thiébaud, Solo-Oboist an der Staatsoper Hamburg, das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques, das sich der Festigung und Vertiefung des deutsch-französischen Kulturaustausches widmet. arabesques blickt über die Grenzen hinweg auf die Themen Erinnerung, kollektive Identität, Grenzen und Entfremdung. Eine inhaltliche Klammer bildet das jedes Jahr wechselnde Thema, das der Frage nachgeht, wie die Grundwerte eines demokratischen Europas gelebt und geschützt werden können. Im Januar und Februar findet in Hamburg Metropolregion und in Kooperation mit Hannover Metropolregion das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques statt und wird über das Jahr um Veranstaltungen erweitert. Es bestehen Kooperationen mit Institutionen in Toulouse, Paris, Nantes, Marseille, Rouen. arabesques wird unterstützt durch national und international tätige Stiftungen, deutsch-französische Vereine und Institutionen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, dem Institut français und dem Goethe-Institut. Weitere Infos unter: www.arabesques-hamburg.de

PR
Foto: Arnaud Auray

 

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