Pistorius: „Mutiges Eingreifen hat wahrscheinlich Schlimmeres verhindert“

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HANNOVER. Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, lobt zwei Landespolizisten für ihr „mutiges Eingreifen, dafür danke ich ihnen sehr“. Die beiden Männer vom Landeskriminalamt und der Polizeiinspektion Hildesheim waren am Wochenende privat am Hauptbahnhof

Hannover unterwegs und dort der Bundespolizei zur Hilfe geeilt, die von einem fast 50-köpfigen Mob attackiert worden war. Pistorius: „In einer solchen unübersichtlichen und gefährlichen Situation trotzdem den Mut zu fassen, dazwischen zu gehen und den Kollegen zu helfen, ist ein besonderer Akt der Zivilcourage. Wahrscheinlich haben sie dadurch sogar noch Schlimmeres verhindert. So sind die Betroffenen noch relativ glimpflich davon gekommen und der Angreifer konnte gestellt werden.“

Die Bundespolizei wollte in der Nacht zu Sonntag einen Streit mit drei jungen Männern schlichten, als ein Bundespolizist plötzlich aus der umstehenden Menge heraus angegriffen wurde. Die Landesbeamten konnten den 19-Jährigen überwältigen. „Dass dann durch Gaffer die Stimmung auch noch zusätzlich aufgeheizt und das Ganze gefilmt wurde, anstatt zu helfen und die Situation zu beruhigen, finde ich unerträglich“, so der Minister. „Wie bereits in den vergangenen Wochen und Monaten werde ich mich darum immer wieder dafür einsetzen, dass Rettungskräfte und Polizei bestmöglich vor tätlichen Angriffen geschützt und die Täter hart bestraft werden. Und auch Gaffern und Anheizern müssen wir ganz klar die Grenzen aufzeigen, damit sie durch ihr Verhalten brisante Situationen nicht noch zusätzlich eskalieren lassen.“

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