Deutsche Jahrgangsmeisterschaften 2018 in Berlin: Gute Leistungen der Teilnehmer des CSC und des SV Nienhagen

BERLIN/CELLE/NIENHAGEN. Wie in vielen Städten Deutschlands, herrschte in diesen Tagen auch in Berlin tropisches Wetter. Die rund 1.400 Aktiven in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark kamen  jedoch nicht allein wegen des Wetters ins Schwitzen – denn über 300 Vereine reisten an die Spree, um sich mit den besten Schwimmern Deutschlands zu messen. An 5 Wettkampftagen schäumte das Wasser, als in 5.000 Einzelstarts die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ausgetragen wurden.

   

In guter Form zeigte sich die 5-köpfige Mannschaft des Celler SC, neben Finalteilnahmen wurden Top Platzierungen und Bestzeiten zum Highlight der Saison  erzielt.

Lina Timm (2001) trat in ihrer Hauptlage Schmetterling an.  Auf 50 m erkämpfte sie sich eine starke Top Ten Platzierung und verpasste nur knapp die Finalteilnahme.  Schlug die Schülerin auf der 100 m Vorlaufstrecke noch als Neunte (1:06,35) an, konnte sich die erfahrene Schwimmerin im Finale noch einmal steigern. In einem spannenden Rennen, mit Platz 7, in einer Zeit von 1:05,27, trug sie sich schließlich in die Liste der besten Deutschen ihres Jahrganges ein.

Mit großer Aufregung absolvierte Leonie Kanus ihre ersten  Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.  Sie trat im Jahrgang 2002 auf den Strecken 50 + 100 m S, sowie 50 m F an. In ihren Wettkämpfen gelangen ihr insgesamt gute  Platzierungen im Mittelfeld.

Die männlichen Teilnehmer des CSC setzten ebenfalls Akzente.  Auf 200 m S kam Daniel Meng (2002) zunächst nicht optimal in den Wettkampf. Im Sprint auf 50 m S erkämpfte sich der Kaderathlet dann Platz 8 im Vorlauf und war somit automatisch für das Finale gesetzt.  Hier unterbot er nochmals seine Zeit, die starke Konkurrenz beließ ihn aber dennoch auf dem ansehnlichen 8. Platz. Es folgten Mittelfeldplätze auf 100 m S sowie 50 m R.

Mit der Qualifizierung für die 50-er Strecken S, F und  R bewies der 17-jährige Jan Hartwich im Vorfeld seine Vielfältigkeit.  Im stark besetzten Teilnehmerfeld belegte er nach den ersten beiden Starts Plätze im Mittelfeld. Mit der Zeit 0:27,94 in seiner Hauptlage Rücken,  verpasste der Norddeutsche Jahrgangsmeister knapp die Finalteilnahme, sicherte sich jedoch mit Platz 13 eine tolle Position in der Bestenliste.

Der jüngste Teilnehmer des Celler SC war Tim Hartwich (2004), der auf 50 m F in das Geschehen eingriff. Erstmalig schwamm er diesen Wettkampf auf so hohem Niveau, schlug in neuer persönlicher Bestzeit (0:26,20) an und etablierte sich mit Platz 12 unter die besten Freistilspezialisten.

Das Trainerteam Detlef Heidenreich und Sebastian Brandt schwitzten in dieser Woche ordentlich mit ihren Schützlingen mit. „Auch wenn nicht alles wie erhofft  verlief, wir verlassen diese Meisterschaften mit tollen Ergebnissen und wertvollen Erfahrungen. Das Training der vergangenen Wochen und die auf diese Meisterschaft abgestimmten Sondereinheiten haben sich gelohnt. Die Athleten sind zudem ihrer Vorbildfunktion absolut gerecht geworden und haben Celle wieder hervorragend vertreten“, loben die Trainer anerkennend.

Mit einer Finalteilnahme, zahlreichen Bestzeiten und guten Platzierungen verliefen die diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften für das vierköpfige Schwimmteam des SV Nienhagen auch erfolgreich. Der achtzehnjährige Benett Volkmann konnte sich im mit der drittbesten Vorlaufzeit einen Platz im Finale über 200 Meter Brust sichern und belegte dort einen sehr guten 5. Platz.

Nachdem Volkmann, Jg 2000, sich nach insgesamt schwieriger Saisonvorbereitung aufgrund Abiturprüfung und Krankheitsausfall erst vor vier Wochen bei den Norddeutschen Meisterschaften für diesen Saisonhöhepunkt über die 200 Meter Brust qualifiziert hatte, blieb für die gezielte Vorbereitung nur noch wenig Zeit. „Normalerweise benötigt man hierfür einen Trainingszyklus von 12 Wochen, wir hatten gerade mal vier. Umso stärker ist bei der insgesamt mäßigen Vorbereitung Benetts Leistung zu bewerten“, kommentierte Trainer Ole Bedey im Anschluss. Das Finale erreichte Bennet sogar als Drittschnellster in einer Zeit von 2:27,23 min, konnte sich hier nochmal fokussieren und sogar noch einmal auf 2:25, 74 min steigern. Offenbar hatten jedoch andere gepokert, so dass er die Medaille knapp verpasste.

Das umfangreichste Programm bei diesen Meisterschaften hatte Benita Grohmann im Jahrgang 2003. Für sie zahlte sich der Trainingsfleiß der letzten Monate mit zwei Bestzeiten über 400 Meter Lagen (5:15,41, Platz 15) und 200 Meter Lagen (2:30,34; Platz 21) aus. Ein 25. Platz mit einer ebenfalls sehr guten Zeit von 4:42,43 min komplettierte einen erfolgreichen Wettkampf.

Freistilspezialistin Antonia Plachetzky, Jahrgang 2001, konnte ebenfalls über 50 und 100 Meter gute Zeiten abrufen und belegte in 0:28,14 min Platz 20 und 1:02,22 min Platz 25 in ihrer Alterklasse.

Marit Reckmann, die im jüngsten Jahrgang 2004 ihr Debüt bei den Deutschen Meisterschaften gab, konnte sich eine neue Bestzeit unter 29 Sekunden auf 50 Meter Freistil erkämpfen. 0.28,93 min bedeuteten Platz 51 in ihrem stark besetzten Jahrgangsfeld.

Trainer Ole Bedey zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. „Da alle unterschiedliche Strecken und Lagen im Repertoire hatten, war die Trainingsplanung der letzten Wochen recht umfangreich“, so Bedey. Die ersehnte Sommerpause muss jedoch noch ein bisschen warten, da sich SVN-Teammitglied Maike Höner für die Offenen Deutschen Meisterschaften im Juli qualifiziert hat.

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Fotos: 1-2 Jens Grohmann, 3 Anja Schulz, 4 Leonie Kanus, 5 Sportfotograf Mirko Seifert

 

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