Tanz- und Kreativ-Workshops zu 100 Jahre Bauhaus oder: Bauhaus-Geometrie in Bewegung bringen

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CELLE. Die Volkshochschule (vhs) Celle lädt zu drei kostenfreien Performance-Workshops ein, die sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Thema „Bauhaus“ befassen: Experimentell und tanzend werden Farbe, Form und Geometrie in Bewegung umgesetzt. Motiviert durch die berühmten Bauhaus-Werkstätten vor ca. 100 Jahren in Dessau und Weimar und den Celler Architekten Otto Haesler bietet die Volkshochschule (vhs) Celle drei außergewöhnliche Kreativ-Workshops  u. a. mit der Kunsthistorikerin Meggie Hönig und dem Tanz-Performer und Bildenden Künstler Frank Niemöller an. Aufgrund der Förderung durch den Lüneburgischen Landschaftsverband sind die Veranstaltungen kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.vhs-celle.de, per Mail an anmeldung@vhs-celle.de oder telefonisch (05141) 92 98 0.

„Farbe und Form“ heißt es am Sonntag, 28. Oktober, von 11 – 16 Uhr, wenn Meggie Hönig – von Paul Klee inspiriert – Zeichenübungen der Bauhaus-Werkstätten mit den Teilnehmenden experimentell nachahmt und dabei Fantasie und Kreativität freisetzt (Kursnummer 18BCE1010A).

„Kreis, Quadrat und Dreieck tanzen“ – am Sonntag, 18. November, von 11 – 16 Uhr, werden Farbe und Form des Bauhauses tanzend zu Musik in Bewegung gesetzt. Angeleitet wird der Freie-Tanz-Workshop durch den Performer Frank Niemöller und Liliane Steinke, Leiterin der vhs-Celle und Tanztherapeutin (Kursnummer 18BCE1010B).
„Der Mensch im Raum“ steht im Mittelpunkt des Experimentier-Workshops am Freitag, 30. November, von 16 – 19 Uhr und am Samstag, 1. Dezember, von 11 – 16 Uhr. Mit Stangen werden verschiedene Raumstrukturen dargestellt, getaktet mit Musik. Die lebendig getanzte Geometrie vermitteln Frank Niemöller und Liliane Steinke (Kursnummer 18BCE1010C).

Zum historischen Hintergrund: Nach dem 1. Weltkrieg begann eine Zeit des Aufbruchs, der Suche nach Reformen auf allen Ebenen der gesellschaftlichen-politischen-kulturellen Auseinandersetzung und Gestaltung. Die Sehnsucht nach dem Neuen Denken und dem Gestalten für Jeden, sprich die Sehnsucht nach der Neuen Welt, dem Neuen Menschen, verschaffte sich nach erlebtem Kolonialismus und Krieg dadurch Raum. Die sichtbare Zerstörung ermöglichte es, die notwendige Neu-Gestaltung auch neu zu denken.
Eine Konkretisierung dieser Ideen war das „Bauhaus – Hochschule für Gestaltung“ in Dessau (später Weimar), die als Bildungseinrichtung Wege aufzeigen wollte, wie alle Künste zu einem kunsthandwerklichen Gesamtkunstwerk – und für alle erschwinglich – zusammengeführt werden könnten, z.B. in den Bereichen Bühne, Design und des Neuen Bauens/der Architektur. In diesem Gesamtkunstwerk nahm der Mensch eine neue, verantwortungsvolle Rolle ein. 100 Jahre später wird bundesweit dieses Jubiläum mit „Bauhaus 100“ und in Celle unter dem besonderen Fokus von Otto Haesler gefeiert.

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Fotos: Rzymelka, Privat



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