70 JAHRE LUFTBRÜCKE BERLIN. ZEITZEUGEN VERBINDEN GENERATIONEN – Bürgermeister von Faßberg und Spandau im Schulleistungskurs Geschichte

SPANDAU/FAßBERG. „Ein bisschen nervös bin ich schon. Mein Bürgermeisterkollege immerhin ist von Beruf Lehrer, ich bin Verwaltungsmensch. Mit Herz und Verstand Menschen verbinden und vernetzen, das ist mir wichtig”, begann Bürgermeister Frank Bröhl aus Faßberg gegenüber den Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs und Leistungskurses Geschichte im Spandauer Hans-Carossa-Gymnasium.

Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs und Leistungskurses Geschichte im Spandauer Hans-Carossa-Gymnasium gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Faßberg und Spandau, Frank Bröhl und Helmut Kleebank, sowie Schülerin Lillan (Mitte) sowie Geschichtslehrer Jobst Herzig und der kommissarischen stellvertretenden Schulleiterin Konstanze Zarth (1. und 2. v. l.); der ehemalige Landeplatz Gatow der Faßberger Kohleflieger im Hintergrund.

Thema der Unterrichtsstunde war das Generationen verbindende Zeitzeugen-Projekt der Schulpartnerschaft Faßberg – Spandau zum 70. Jubiläum der Luftbrücke Berlin. Die „Kinder von heute” bereiten sich auf Video-Interviews mit den „Kindern von damals” vor, einem Dutzend Luftbrücken-Zeitzeugen der Jahrgänge 1934 bis 1941. Gedreht wird Anfang März 2019 im Tower des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow, dem damaligen Landeplatz der Kohleflieger. 539.112 Tonnen heißbegehrte Kohle brachten sie von Faßberg hierher. Jugendliche des Christian Gymnasiums Hermannsburg interviewen parallel Zeitzeugen aus ihrer Region vom Kohle-Startplatz Faßberg. Die Aufnahmen werden zu einem Dokumentarfilm geschnitten und u. a. am 15. Juni 2019 zum Tag der Bundeswehr in Faßberg präsentiert.

Lillan erläutert die Vorbereitungen auf die Video-Zeitzeugeninterviews.

Bürgermeister Helmut Kleebank von Spandau: „Wir alle sind ja auch Zeitzeugen. Frank Bröhl und ich arbeiten seit 2014, als wir die aus Luftbrücken-Zeiten ererbten freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Kommunen wiederbelebten, auf gemeinsame Ziele hin: Brücken der Freundschaft auch zwischen den Generationen, Brücken zum Anfassen. Das ist uns, dem großen Spandau und der
kleinen 7.000-Einwohner-Gemeinde in der Heide, prächtig gelungen. Ich bin stolz darauf, was die Jugendlichen beider Gymnasien hier auf die Beine stellen!”

Lillan: „Wir hatten Zeitzeugen der Luftbrücke beim Flugplatzfest am 1. September 2018 in Gatow zum ersten Mal getroffen und uns sofort gut verstanden. Geschichtsquellen sind ja schön und gut, Menschen aber sind Geschichte zum Anfassen, sind emotional. Wir tauschten Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus, sind richtig vertraut zueinander. Ich finde ‘unsere Zeitzeugen‘ und ihre Geschichte(n)
besonders wertvoll. Ich habe den Eindruck, dass auch sie uns sehr mögen. Danke für dieses Beziehungsgeschenk!”

Jobst Herzig, Geschichtslehrer im Leistungskurs, hatte bereits Mitte Februar seine Schülerinnen und Schüler in Literatur und im Internet recherchieren sowie Orte der Berliner Luftbrücke aufsuchen lassen: das Gatower Flugfeld, das Alliertenmuseum, das Tempelhofer Feld, die „Hungerharke”, den Teufelsberg,
Checkpoint Charlie, Orte am Mauerweg. „Die Schülerinnen und Schüler haben dort Handy-Videos gemacht, die auch in den Dokumentarfilm einfließen werden, und denen wir nun pointierte Voiceover-Texte zuordnen. Das Projekt macht Geschichte erlebbar. Es sensibilisiert auch für unsere heutige und für die kommende Zeit.”

Die Schulpartnerschaft zum Luftbrückenjubiläum wird vom Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e. V. in Faßberg, vom Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe am Standort Faßberg, vom Berliner Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe, dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden und am Flugplatz Berlin-Gatow, von der Gemeinde Faßberg und dem
Bezirksamt Spandau von Berlin technisch, organisatorisch und auch finanziell unterstützt.

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Fotos (urbanPR)

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