Hier ist mein Platz! Kinderrechte in Bergen

BERGEN. Am 22. Mai 2019 hat die Partnerschaft für Demokratie in Bergen, eine Kooperation der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen, zu einer Talkrunde mit bekannten Akteuren aus Bergen zum Thema „Wo ist mein Platz? – Kinderrechte in Bergen“ in das Stadthaus Bergen eingeladen. Das Intro bestand aus einem Video der Hinrich-Wolff-Schule, in dem Kinder andere Kinder zum Thema Kinderrechte interviewten. Im Anschluss zeigten Schülerinnen und Schüler aus dem Ganztag der Eugen-Naumann-Schule ihre aufwändig gestalteten Stühle, die jeweils ein Kinderrecht plastisch darstellten.

Die Talkshow im Stadthaus war sehr gut besucht
Katharina Hoopmann, Leyla Ferman, Bernd Mill, Emily Böker, Rainer Prokop und Jens-Christian Wagner

In der Talkrunde, die von Dr. Leyla Ferman und Katharina Hoopmann moderiert wurde, wies Bianca Höltje, Schulleiterin der Eugen Naumann Schule, auf die große Bedeutung eines Miteinanders von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern hin und betonte, wie wichtig es sei, dass Kinder von ihren Rechten wissen und diese auch einfordern. Bürgermeister Rainer Prokop fokussierte sich überwiegend auf die Veränderungen im Angebot der Stadt Bergen für Kinder und Familien. Emily Böker vom Jugendforum Bergen bestätigte dies, wies jedoch auf Bedürfnisse der Kinder hin, die man nur verstehen könne, wenn man als Kind in Bergen selbst aufgewachsen sei. Dr. Jens-Christian Wagner betonte, dass die Ausstellung der Kinder im KZ Bergen-Belsen als Zeichen für absolute Rechtlosigkeit stünde und aufzeigt, was passiert, wenn Demokratie verneint werde. Stadtjugendpfleger Bernd Mill berichtete von großen Problemen bei Jugendlichen und dem verstärkten Bedarf nach mehr Betreuung. In der St. Lamberti Gemeinde beschäftige man sich noch nicht explizit mit Kinderrechten, so Pastor Axel Stahlmann. Rund 100 Besucher von Jung bis Alt nahmen an der Veranstaltung teil. „Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Es zeigt, wie wichtig der Austausch zu Kinderrechten in Bergen ist. Alle Ideen, Anregungen und Vorschläge werden wir versuchen, in unser Engagement im Jahr der Kinderrechte in Bergen 2019 aufzugreifen.“ so Dr. Leyla Ferman, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie.

Das Programm Demokratie leben! wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Bundesprogramm wird in Bergen im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie zwischen der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen umgesetzt.

PR
Fotos: Johanna Sussiek

Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com.



%d Bloggern gefällt das: