Jubiläum: Vor 50 Jahren hat die Lebenshilfe die erste Werkstatt eröffnet *** aktualisiert

ALTENCELLE. Zum Jubiläum der Werkstatt der Lebenshilfe auf der Deponie in Altencelle informierte sich die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann vor Ort über die Arbeit der Menschen der Lebenshilfe, die täglich einer sinnvollen und auch anspruchsvollen Tätigkeit nachgehen. Lühmann zeigte sich beeindruckt, mit welcher technischen Sachkenntnis die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Elektrogeräte zerlegen und die Bestandteile für die Weiterverarbeitung zuordnen.

Neben dem Stand der jetzigen Arbeit in der E-Schrott-Zerlegung wurde auch über künftige Modelle diskutiert: Abfallvermeidung, Wertstofftrennung, Aufarbeitung usw. und wie dies in Zusammenarbeit zwischen Politik und den Partnern hier in Celle gelingen kann.

Wie Marion Klie, Leiterin für Arbeit und Bildung bei der Lebenshilfe erläuterte, wurde im Gründungsjahr 1969 120 bis 140 Menschen mit Behinderung dieses Arbeitsumfeld geboten, aktuell sind knapp 700 Menschen beschäftigt, von denen 60 in Altencelle arbeiten. Marion Klie: „Die Arbeit der Werkstatt kann nur funktionieren, wenn es geeignete Aufträge/Arbeiten aus öffentlicher Hand und von Industrie-Unternehmen gibt. Darüber hinaus schätzen wir als Lebenshilfe die Arbeit beim Abfallzweckverband besonders, da die Menschen an einem Ort arbeiten, wo auch andere, nichtbehinderte Menschen arbeiten. Die Arbeit der Sortierung und Zerlegung ist außerdem vielfältig, fordernd, dem 1. Arbeitsmarkt sehr nahe und sinnstiftend.“

Uwe Diemert vom Kundenservice des Entsorgungsbetriebs und zuständig für die Elektrowerkstatt ergänzt: „Wichtig ist, dass wir als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger auch weiterhin den Erstzugriff auf bestimmte Sammelgruppen ausüben dürfen. Dabei übernehmen wir alle Rechte und Pflichten, die sich daraus ergeben.“

Die Lebenshilfe wurde 1961 als „Lebenshilfe für geistig Behinderte“ gegründet; der von Eltern und Förderern getragene gemeinnützige Verein hat sich aus kleinsten Anfängen zum Träger eines Systems differenzierter Eingliederungsmaßnahmen für Stadt und Landkreis Celle entwickelt.

Im Mai 2016 wurde der Neubau des Rückbauzentrums auf der Deponie in Altencelle eröffnet. Damit sind weitgehende logistische Probleme durch Zentralisierung gelöst worden. Durch die Zentralisierung der Rückgabemöglichkeit von Elektro- und Elektronikaltgeräten für Bürger und Gewerbetreibende werden Arbeitsprozesse neu strukturiert und die Logistik optimiert. In diesem Zuge wurde die Zerlegung von Elektrogeräten in Bergen eingestellt. Dort werden aber weiterhin Geräte angenommen.

Gemeinsam mit der Firma Hellmann Process Management, die die Weiterverarbeitung der gewonnenen Einzelteile betreibt, besteht mittlerweile seit 25 Jahren eine Kooperation, die als Vorreiterrolle in der Demontage von Elektrogeräten Bedeutung hat. Von der Firma Hellmann nahm Benedikt Bröcker, Online Marketing Manager, an der kleinen Feier zum 50. Jubiläum teil. Augenzwinkernd wurde er daran erinnert, dass 25 Jahre Kooperation auch ein Grund zum Feiern sind.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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