Auf Sternenjagd zwischen Kassiopeia und Perseus – Beobachtungsabend im November

HERMANNSBURG. Nach der “Sommerpause” und wetterbedingten Ausfällen konnte kürzlich wieder ein Beobachtungsabend in der Sternwarte stattfinden. Auch dieses Mal waren die Wetterbedingungen zwar nicht ideal, trotzdem gab es einige spannende Objekte zu entdecken.

Die Zeit bis zur Dämmerung konnte zunächst genutzt werden, um die verschiedenen Teleskope aufzubauen. Von einem kleinen Linsentelekops über Newton-Reflektoren zu “kanonenförmigen” Dobson-Teleskopen waren wieder die verschiedensten Bauformen vertreten. Da fast Neumond war, sollten eigentlich sog. Deep-Sky-Objekte wie z.B. der Orion-Nebel beobachtetet werden, der Hochnebel am Abend lies dies aber zunächst leider nicht zu.

Stattdessen gab es aber erstmal ausführlich Gelegenheit, über die Herbststernbilder zu sprechen. Da es noch früh im Herbst ist, kann dabei das sog. Sommer-Dreieck noch zur Orientierung dienen. Es besteht aus den drei hellen Sternen Altair im Adler, Vega in der Leier und Deneb im Schwan. In letzterem befindet sich auch Albireo, ein optisches Doppelsternsystem, an dem die Besucher die Qualität ihrer mitgebrachten Ferngläser testen konnten. Denn bei genauem Hinsehen erkennt man im Kopf des “Schwans” deutlich zwei Sterne, ein Blick durch das große Teleskop zeigt dann sogar den Farbunterschied zwischen dem orangefarbenen Riesen und dem blauen Hauptreihenstern. Auch zwischen Kassiopeia und Perseus, zwei der bekannteren Herbststernbilder, befindet sich ein Doppelstern-System mit der gleichen Farbkombination – hier scheinen die beiden beteiligten Sterne optisch aber deutlich dichter nebeneinander zu stehen. Später am Abend konnte dann auch noch unsere Nachbargalaxie, die Andromeda beobachtet werden.

Der nächste Beobachtungsabend wird dann – passendes Wetter vorausgesetzt – am Fr., 29.11. stattfinden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage www.sternwarte-suedheide.de.

PR
Fotos: Mario König, Frank Pfeifer

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