Wege zu guter Bildung? Das interessierte 150 Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund

CELLE. Welche Bildungswege stehen mir und meinen Kindern in Stadt und Landkreis Celle offen? Wer berät mich auf meinem Weg zur Bildung für den Beruf? Diese und ähnliche Fragen motivierten viele Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund an der Informationsveranstaltung zum Thema „Wege in den Beruf: das Bildungssystem in Deutschland“ teilzunehmen. Denn das deutsche Bildungssystem ist zwar ausgezeichnet, aber auch hochkomplex mit vielen Möglichkeiten und Abzweigungen.

Das hat auch der Arbeitskreis Migration & Arbeitsmarktintegration in der Beratungspraxis immer wieder erfahren und deshalb kürzlich eine Informationsveranstaltung mit Expertinnen und Experten ausgerichtet. Der Einladung sind 150 Geflüchtete und Migranten aus dem Landkreis Celle gefolgt. Ziel der Veranstaltung war es, einen Gesamtüberblick über das bestehende Bildungssystem zu geben und den Teilnehmenden den Kontakt mit Akteuren zu ermöglichen.

Nach der Begrüßung durch die Stadträtin für Soziales und Kultur, Susanne McDowell, machte Andrea Hauptmann von der Landesschulbehörde die Bedeutung von Bildung in Deutschland deutlich.

Im Anschluss stellten die Expertinnen und Experten exemplarisch die verschiedenen Bildungseinrichtungen vor:

  • Ute Hamrol – Kindertagesstätte Kleines Neues Land Winsen/Aller
  • Irina Lange – Grundschule Bruchhagen Celle
  • Andreas Gantz – Oberschule Wathlingen
  • Monika Nerreter – Hölty-Gymnasium Celle
  • Bernhard Frettlöh – Berufsbildende Schulen II Celle

Die Vorstellung folgte dabei dem Weg eines Kindes durch das Bildungssystem: Von der Kita bis zum berufsvorbereitenden Schulabschluss. Anmeldeverfahren, Arbeitsweisen der Bildungseinrichtungen, Schulfächer und allgemeine wie auch spezifische Angebote zum Erwerb von Schulabschlüssen wurden thematisiert. Das alles ist nicht einfach zu verstehen für Menschen, die aus Ländern mit völlig anderen Bildungssystemen kommen. Die Einbeziehung und Unterstützung der Eltern bei der Bildung der Kinder sei daher hier besonders wichtig und beginne schon mit der Teilnahme an Elternabenden in Kita und Schule – so die Expertinnen und Experten. Viele Teilnehmende hatten Fragen und konkrete Anliegen mitgebracht. Diese konnten im Anschluss an die Vorträge im persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bildungseinrichtungen geklärt werden. Von besonderem Interesse waren dabei Fördermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche aus dem Paket Bildung und Teilhabe beim Landkreis Celle sowie Übergangsmöglichkeiten nach dem Schulabschluss beim Jobcenter, der Agentur für Arbeit und der Jugendberufsagentur. Auch das Anmeldeverfahren und die Suche nach einem Kindergartenplatz waren von Interesse.

Die Bilanz der Veranstalter: Die hohe Teilnehmeranzahl und rege Beteiligung zeigte, dass verstehbar aufbereitete Informationen über das komplexe Bildungssystem weiterhin notwendig sind, damit Kinder durch eine gelungene Bildungsbiographie dann auch später gute Wege in der Berufswelt gehen können. Mit dieser Informationsveranstaltung wurde die bereits 2015 begonnene Veranstaltungsreihe vom Jobcenter im Landkreis Celle (Dyana Mieske-Borchers, Reinhard Becker), der Agentur für Arbeit (Sabine Mix), dem Landkreis Celle (Elke Möller) und der Stadt Celle (Tanja Gakenholz) erfolgreich fortgesetzt. Gastgeber der Informationsveranstaltung war dieses Mal die Celler Zuwanderungsagentur.

PR
Fotos: Christian Hofmeister

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