Sonne tanken in den schönsten Parks in Celle

CELLE. Die Sonne scheint und man darf endlich wieder raus. Bleibt die Frage, was man denn tun soll. Reisen in die Ferne sind momentan noch ein recht riskantes Unterfangen. Aus diesem Grund entscheidet sich ein Großteil der Celler für einen Sommerurlaub in der Region. Die Parks von Celle sind hier ein wunderbares Ausflugsziel für große und kleine Besucher.

Sei es nun der Heide Park, der Wildpark Müden oder ein anderer Naturpark in der Region. Der Sommer 2020 ist die Gelegenheit, um das vielfältige Parkangebot von Celle zu erkunden. Dabei tut man auch gleich etwas Gutes für seinen Vitamin-D-Haushalt, der während dem Lockdown schwer gelitten hat. Denn Vitamin D ist ein ganz besonderer Nährstoff mit vielfältiger Funktion für den Körper. Von der Kräftigung der Haarstruktur über eine Stärkung der Muskeln bis hin zum Schutz der Nerven hat das Vitamin im Organismus zahlreiche Aufgaben. Darüber hinaus reguliert es eine Fülle von Immunreaktionen und reduziert das Risiko von Gefäß- und Zellerkrankungen. In Knochen und Zähnen fördert Vitamin D außerdem den Einbau des knochenstärkenden Mineralstoffes Kalzium.

Eine große Bedeutung kommt Vitamin D außerdem mit Blick auf unsere Stimmung zu. Denn das sogenannte Glückshormon Serotonin kann im Körper nur bei ausreichender Versorgung mit Vitamin D hergestellt werden. Vitamin-D-Mangel führt darum schnell zu schlechter Laune und kann mitunter sogar depressive Verstimmungen hervorrufen. Weitere denkbare Symptome bei Vitamin-D-Mangel sind:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Knochenschmerzen
  • Knochenverformungen
  • Müdigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Nervenzittern

Achtung: Forscher vermuten, dass der Verlauf einer Covid-19-Erkrankung bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel deutlich schwerer ausfallen kann.

Aufenthalte in der Sonne für Vitamin-D-Haushalt unerlässlich

Die Aufnahme von Vitamin D gestaltet sich etwas komplizierter als bei anderen Nährstoffen. Denn das Vitamin wird dem Organismus nur bedingt über Nahrungsmittel wie Fisch, Speisepilze oder Milchprodukte zugeführt. Stattdessen beziehen wir den Großteil unseres Tagesbedarfs an Vitamin D über das Sonnenlicht. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich in lichtarmen Herbst- und Wintermonaten die Fälle von Herbstblues und Winterdepression mehren. Das Risiko eines anhaltenden Serotoninmangels durch unzureichende Vitamin-D-Versorgung ist in der dunklen Jahreshälfte nämlich deutlich höher.

Auch das ständige Sitzen im Haus sorgt für Vitamin-D-Mangel. Durch die Fensterscheiben einfallendes Sonnenlicht hilft der Vitamin-D-Versorgung kein Stück weiter. Moderne Fensterscheiben sind heutzutage nämlich meist mit einem UV-Filter versehen. Gerade UV-B-Strahlung ist aber zur Bildung von Vitamin D3 unerlässlich. In diesem Zusammenhang ist auch die Smogbelastung vieler Großstädte ein echter UV-B-Killer. Denn die speziellen Partikel der Sonnenstrahlen dringen nicht nur schwer durch Wolkendecken und Fenster, sondern auch durch Abgase und Luftschadstoffe. Regelmäßige Spaziergänge in Parks und Naturlandschaften sind darum unabdingbar für eine gute Versorgung des Körpers mit Vitamin D. Auch im Winter.

Sind Vitamin D Präparate im Herbst und Winter sinnvoll?

Es wird immer wieder davon gesprochen, dass Menschen, die nahe dem arktischen Zirkel leben, aufgrund reduzierter Sonneneinstrahlung niedrigere Vitamin-D-Werte aufweisen. Wenngleich diese Behauptung inzwischen etwas differenzierter betrachtet wird, liefern einige Studien doch eindeutige Ergebnisse zum Thema. So fanden Forscher 2015 beispielsweise heraus. dass Menschen in Schweden häufiger an Hüftfrakturen aufgrund reduzierter Knochendichte durch Vitamin-D-Mangel leiden. In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2014 ließ sich bei älteren Schweden außerdem eine geringere Sterblichkeitsrate nach der Gabe von Vitamin D Supplementen feststellen. Das zeigt bereits auf, wie wertvoll Vitamin D Präparate unter bestimmten Umständen sein können.

Gewiss sind Nahrungsergänzungsmittel keine Dauerlösung. In manchen Fällen können sie aber dabei helfen den täglichen Nährstoffbedarf vorübergehend zu decken. Im Durchschnitt gilt diesbezüglich ein Tagesbedarf von 2,2 µg für Frauen und 2,9 µg für Männer. Dabei sollte man aber immer die Anwendungshinweise für die Präparate beachten und nichtsdestotrotz auf regelmäßige Aufenthalte im Freien setzen.

In Celles Naturparks Vitamin D tanken

Es gibt in Celle und Umgebung an die zehn verschiedenen Naturparks. Hinzu kommt eine Fülle verschiedener Wanderwege für ausgedehnte Streifzüge durch die Celler Natur. Damit ist das beste Setup für ein Pro-Vitamin-D-Programm nach dem Lockdown eigentlich geschaffen. Dabei gibt es viel zu entdecken. Immerhin ist der Raum Celle berühmt für seine einzigartigen Naturwälder, Moor- und Heidelandschaften. Hier ein paar besondere Parkempfehlungen:

Heide Park

Im Einzugsgebiet der berühmten Lüneburger Heide gelegen, ist der Heide Park das Ausflugsziel für ein regionales Familienabenteuer schlechthin. Auf stolzen 850.000 Quadratmetern vereint der Park gekonnt die Vorzüge von Freizeitpark und Natururlaub. Für Kinder gibt es hier solch spannende Locations wie die Bucht der Totenkopfpiraten oder den Colossos, die schnellste und höchste Holzachterbahn Europas zu entdecken. Selbst Drachenzähmen wird den Kleinen auf der Themeninsel zum gleichnamigen Film leicht gemacht. Für Eltern auf der Suche nach Erholung bietet wiederum das Holiday Camp eine entspannende Urlaubsoase. Familien können sich hier auch gleich in eine der parkeigenen Holzhütten einmieten und so das All-Inclusive-Paket des Parks in Anspruch nehmen.

Heilpflanzengarten Celle

Direkt in Celle gelegen ist der 7.000 Quadratmeter große Heilpflanzengarten ein Muss für alle Kräuterfans. Auf dem Terrassenhang des Parks warten an die 100 verschiedenen Heilpflanzen darauf, erkundet zu werden. Dabei gibt es verschiedene Themenbeete, von denen einige den verschiedenen Epochen der Volksmedizin gewidmet- Dabei wird auch auf die traditionellen Heilmethoden namhafter deutscher Kräuterkundiger wie Hildegard von Bingen eingegangen. Andere Themenbeete führen dagegen aromatische Duftkräuter und können gleich für eine ausgiebige Aromatherapie gegen den Isolationsfrust genutzt werden. Überhaupt ist der Anblick der liebevollen Arrangements im Kräuterbeet eine echte Wohltat für die geschundene Corona-Seele.

Meißendorfer Teiche

Wer sich nach der Stille der Gewässer sehnt, ist bei den Meißendorfer Teichen gut aufgehoben. Am Teichufer lässt es sich wunderbar entspannen und sonnenbaden. Auf dem Weg in die nordwestlich von Celle gelegenen Bannetzer Moorlandschaften kann man auch gleich Halt bei der Hornbosteler Hutweide machen. Ein malerisches Landschaftsschutzgebiet, das zum Schlendern in sonnigen Heidelandschaften einlädt.

Naturpark Südheide

Der Landkreis Celle hat in den letzten Jahren viel Zeit und Geld in die Aufwertung der regionalen Heidelandschaften investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn der Raum Celle ist inzwischen eines der beliebtesten Ausflugsziele für Exkursionen in die nordischen Heidelandschaften. Und der Naturpark Südheide macht dem unvergleichlichen Charme Celler Heide wahrhaft alle Ehre. Ganze 480 Quadratmeter unberührte Heidelandschaft tummeln sich hier und lassen sich auf an die 23 verschiedenen Wanderwegen gemütlich erkunden. Diese sind auf Fußwanderungen ebenso ausgelegt wie für Rad- und Reittouren. Wer dagegen lieber den Wasserweg vorzieht, dem sei eine Kanufahrt entlang der Lachte empfohlen.

Örtzepark

Etwas weiter im Norden liegt der Örtze Naturpark. Ein weiteres Parkareal nahe der Lüneburger Heide, der vor allem bei Wassersportlern sehr beliebt ist. Auf den idyllischen Flussläufen der Örtze lässt es sich nämlich wunderbar Rudern. Naturwanderer kommen im Örtzepark ebenfalls auf ihre Kosten und können neben einer einzigartigen Naturlandschaft auch seltene Tier- und Pflanzenarten wie Knabenkraut, Sumpf-Schwertlilien, Eisvögel und Schwarzstörche entdecken. Im Einzugsgebiet des Parks befinden sich außerdem weitere Wanderwege wie der Wanderpfad Misselhorner Heide und Naturflächen wie die Heideflächen mittleres Lüßplateau.

Urwald im Lüß

Der Lüßwald ist mit einer Fläche von 7.500 Hektar einer der größten Naturwälder Deutschlands. Erstmals erwähnt wurde er bereits im 13. Jahrhundert, wo er als königlicher Bannforst galt. Schon damals war das Schlagen von Holz im Lüßwald also verboten. Das Ergebnis ist eine unberührte Naturlandschaft, in der Eichen stehen, von denen einige bis zu 800 Jahre alt sind. Berühmt ist der Wald außerdem für seltene Wildkatzen Arten wie der Luchs und die Europäische Wildkatze. Auch Füchse, Hirsche und Rehe gibt es zuhauf in diesem Wald. Eine Wildtier Expedition ist im Lüßwald also auf jeden Fall lohnenswert.

Wildpark Müden

Der Wildpark Müden ist einer der beliebtesten Tierparks in Norddeutschland. Vom Waschbär über das Mufflon bis hin zum Nandu und Europäischen Uhu tummeln sich hier viele seltene Tierarten. Gleichzeitig wird der Wildpark auch immer wieder gerne für Erholungsausflüge genutzt. Spezielle Parkevents wie Grillabende im Wildpark laden außerdem herzlich zu sommerlichen Gruppenaktivitäten mit Familie und Freunden ein. Ebenfalls im Veranstaltungskalender stehen Wildtier Unterricht für Schulklassen und Flugschauen, bei denen sich Gäste als Hobby Falkner versuchen dürfen. Mit dem jüngsten Mitglied der Raubvogel Familie, einem kleinen Steppenadler, hat es kürzlich sogar Nachwuchs für die Flugschau gegeben.

Foto: RitaE (CC0 Public Domain)

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