Jörg Grünhagen trifft Theaterintendantin in Temeswar, Rumänien

CELLE. Jörg Grünhagen tauscht Erfahrungen mit Ioana Iacob, der interimistischen Intendantin vom Deutschen Staatstheater Temeswar, Rumänien (www.deutschestheater.ro) aus. Die aktuelle Situation der Theater- und Kulturszene hat im Mittelpunkt des Gesprächs gestanden. Gesprächsthema ist auch ein möglicher Gastauftritt des Deutschen Staatstheaters Temeswar (DSTT) in Celle.

Das DSTT ist eine öffentliche Kultureinrichtung, welche durch die Stadt Temeswar bezuschusst wird und Produktionen in deutscher Sprache aufführt. Mit bis zu 108 Angestellten und zahlreichen weiteren projektbezogenen Mitarbeitern produziert das Haus jede Spielzeit zwischen fünf und sieben Premieren. Dabei spielt das Theater im Durchschnitt jedes Jahr vor etwa 10.000 Zuschauern. Die Saalauslastung liegt seit einigen Jahren bei ca. 80%. Zielgruppen sind die vielen Deutschsprachigen aus Rumänien, die Angehörigen der deutschen Minderheit, sowie auch die Ausländer aus dem deutschen Sprachraum. Nicht zuletzt können auch Nichtdeutschkundige die Aufführungen via Simultanübersetzung auf digitalen Anzeigetafeln verfolgen. Einen wichtigen Platz in der Repertoirepolitik nimmt das Schul- und Jugendtheater sowie die theaterpädagogische Tätigkeit ein. Alljährlich findet hier das Internationale Deutschsprachige Jugendtheaterfestival statt, das zusammen mit dem Theoretischen Nikolaus-Lenau-Lyzeum Temeswar veranstaltet wird.

Jörg Grünhagen leitete von 2015 – 2017 die Öffentlichkeitsarbeit des Celler Schlosstheaters (www.schlosstheater-celle.de). Es beeindruckt ihn, mit welchem Elan Ioana Iacob und das DSTT Ensemble wieder das Publikum in den Theatersaal zurückgeholt haben. Denn auch in Rumänien hat es eine Corona bedingte Bühnenpause gegeben, die mit Online-Aufführungen überbrückt wurde. Ioana Iacob, auch Schauspielerin am DSTT, hat mit einem Schmunzeln auf die vielen Gast- und Festspiele des DSTT im In- und Ausland verwiesen. Ein Stück des DSTT mal im Celler Schlosstheater oder auch in HALLE 19 für einige Tage aufführen zu können. – Das wäre eine große Freude. Jörg Grünhagen unterstützt diese Idee. Denn aus seiner Sicht wäre das ein Gewinn für die Celler Theaterszene. Gleichzeitig könne in einem solch europäischen Projekt durch Theaterkultur über Landesgrenzen hinweg Verbindungen geschafft werden.

Eröffnet wird die neue Spielzeit 2020/21 am DSTT am 28. September mit dem Stück „Im Schatten des Vergessens“ von Simona Vintilă. Diese führt auch selbst Regie. In dem Stück geht es um schmerzhafte Enthüllungen, Liebe und Leiden, Krankheit und Niedergang, Zugehörigkeit und Entwurzelung, Verlangen und Hilflosigkeit. Es werden die Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit im Leben einer modernen Familie gezeigt.

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