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Was ist bei der Auswahl eines Akku-Staubsaugers zu beachten?

CELLE. In vielen Haushalten sind noch kabelgebundene Staubsauger im Einsatz. Viele Händler setzen jedoch darauf, dass die Verbraucher das Weihnachtsgeschäft dazu nutzen werden, diese Geräte gegen kabellose Modelle austauschen. Die große Auswahl und die hohe Preisspanne machen die Auswahl nicht immer leicht.

Welche Merkmale sind für die Beurteilung eines Akku-Staubsaugers wichtig?

Für die Beurteilung eines Akkusauger sind besonders folgende Merkmale von Bedeutung:

  • Höhe der Anschaffungskosten
  • Saugleistung auf unterschiedlichen Flächen
  • Akkulaufzeit
  • Gewicht
  • Volumen des Staubbehälters
  • Bedienbarkeit
  • Lautstärke

Die Gewichtung dieser Merkmale hängt davon an, wofür man den Sauger einsetzen möchte. Wer statt eines Hauses eine kleine Wohnung sein Eigen nennt, wird bei manchen Modellen mit einer Akkuaufladung seinen kompletten Haushalt reinigen können. Für die Reinigung von Parkett oder Fliesen ist eine geringere Saugleistung erforderlich als für die gründliche Säuberung von Teppichboden. Und nicht zuletzt möchten manche Kunden einen Akkusauger lediglich als Zweitgerät nutzen.

Vorteile von Akku-Staubsaugern gegenüber kabelgebundenen Modellen

Akku-Staubsauger sind um einiges komfortabler. Ihre Vorteile:

  • unbegrenzter Radius, auch außerhalb des Hauses
  • keine Stolpergefahr durch Kabel
  • kein Aufrollen des Kabels mehr erforderlich
  • keine Kosten für Staubsaugerbeutel
  • viele Modelle lassen sich in Handstaubsauger umwandeln

Die Staubbehälter lassen sich unkompliziert entleeren. Dadurch bleibt die Saugkraft immer gleich hoch, während bei herkömmlichen Beutelstaubsaugern die Leistung mit vollerem Behälter stetig nachlässt.

Worin bestehen die Nachteile von Akku-Staubsaugern?

Nachteilig kann sich eine kurze Akkulaufzeit auswirken. Aus Gewichtsgründen ist für die Hersteller die Möglichkeit zum Einbau von Speichern begrenzt. Besonders auf höchster Stufe machen manche Modelle deshalb bereits nach etwa 10 Minuten schlapp. Das Aufladen der Akkus kann bei manchen Modellen bis zu sechs Stunden dauern. Das Behältervolumen liegt meist unter 1 Liter und bei der Reinigung der Staubboxen wirbelt man zwangsläufig einige Partikel auf, was für Allergiker problematisch sein kann. Hier sorgen bei einigen Geräten Hepafilter für Allergiker für Abhilfe.

Das aktuelle Testergebnis von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest ermittelt regelmäßig die besten Akku-Staubsauger und hat dieses Jahr erstmals drei Geräte mit gut ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um die Modelle Dyson V11 Absolute für 515 Euro, Vorwerk Kobold VB 100 für 825 Euro und Bosch BBH7SIL Athlet für 500 Euro. Der hohe Preisunterschied zu herkömmlichen Staubsaugern scheint allerdings nur dann gerechtfertigt, wenn die Vorteile gegenüber den kabelgebundenen Modellen überwiegen. Beim Blick auf die Testergebnisse der vergangenen Jahre fällt auf, dass günstige Akku-Geräte gegenüber den bestplatzierten Markenstaubsaugern kontinuierlich aufholen. Experten von staubsaugertest.org gelangten zu dem Ergebnis, dass preisgünstige Modelle fast an die Leistungen der Testsieger heranreichen und bereits ab etwa 250 Euro zu haben sind.

Was macht einen guten Akku-Staubsauer aus?

Lithium-Ionen-Akkus leisten mehr als Nickel-Metallhydrid-Akkus, liegen allerdings höher im Preis. Die Stromspannung sollten mindestens 18 Volt betragen, besser sind Werte bis zu 25 Volt. Auch wenn die Akkus immer hochwertiger werden, reicht die Leistung von Akkusaugern heute noch nicht an die Werte herkömmlicher Geräte heran. Allerdings lassen technische Verbesserungen das Leistungsmerkmal zunehmend in den Hintergrund treten: Bei den Akkusaugern wirbelt eine rotierende Bürste den Staub auf, so dass weniger Saugleistung erforderlich ist, um den Schmutz in den Auffangbehälter zu befördern. Für das Reinigungsergebnis ist die richtige Nutzung der Akkuleistung entscheidend.

Bei den Modellen bestehen nach wie vor große Unterschiede bei der Lautstärke. Seit September 2017 sind für neue Geräte maximal 80 Dezibel erlaubt. Zur besseren Einordnung lassen sich folgende Vergleichswerte für den Betrieb von Maschinen heranziehen:

  • 70 Dezibel: Haarföhn
  • 80 Dezibel: starker Verkehr, Motorrad, Bohrmaschine oder Presslufthammer
  • 90 Dezibel: Handschleifgerät

Alle 10 Dezibel verdoppelt sich der vom Menschen wahrgenommene Lärm und die Zahl der Menschen mit Hörproblemen nimmt ständig zu. Um das Gehör keiner erhöhten Belastung auszusetzen, sollte ein Gerät im Idealfall einen Wert von 70 Dezibel nicht überschreiten.

Einige Modelle glänzen durch eine besondere Ausstattung, wie beispielsweise einem serienmäßigen Ersatzakku beim Miele Triflex HX1 Comfort SMLLO oder einem fest eingebauten Zentralfilter bei manchen Multizyklonsaugern. Ob diese Zusatzfunktionen einen höheren Preis wert sind, muss jeder Verbraucher anhand seiner persönlichen Bedürfnisse für sich selbst entscheiden.






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