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Kinderkrankheiten – Darauf sollten Eltern achten

CELLE. Die meisten Erzieher und Eltern sind darüber bestens informiert, dass es sich bei Kindergärten und Krippen um Brutstätten für Bakterien und Viren der unterschiedlichsten Art handelt. Dies gilt besonders im Winter bei trockener Luft, die durch Heizung begünstigt wird. Die Kleinen kümmert das jedoch wenig. Obwohl sie erkältet und verschnupft sind, husten und niesen sie dem Gegenüber ungestört ins Gesicht. Umso wichtiger ist es, dass sich Eltern über die typischen Kinderkrankheiten genauer informieren und diese besonders im Winter im Auge behalten.

Was sind Kinderkrankheiten?

Als Kinderkrankheiten werden Infektionskrankheiten bezeichnet, die besonders häufig bei Kindern auftreten. Das Immunsystem der Kleinen wurde noch nicht mit den jeweiligen Erregern konfrontiert und konnte deshalb auch keine Antikörper entwickeln. Glücklicherweise existieren heutzutage gegen die meisten Kinderkrankheiten effektive Impfungen, sodass Eltern ihre Kinder auf jeden Fall impfen lassen sollten. Außerdem können sich nicht nur Kinder mit den typischen Kinderkrankheiten anstecken, sondern auch Erwachsene.

Bindehautentzündung

Die typischen Symptome dieser Kinderkrankheit sind verklebte Lieder sowie rote und tränende Augen. Sekrete sammeln sich im Augenwinkel an, die Sie mit lauwarmem Wasser sehr gut auswaschen können. Bindehautentzündungen sollten Sie keinesfalls mit Hausmittelchen behandeln. Stattdessen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der in kürzester Zeit feststellen kann, ob es sich dabei um eine virale, bakterielle oder allergische Entzündung der Bindehaut handelt. Bindehautentzündungen, die durch Bakterien ausgelöst sind, werden mit antibiotischen Augentropfen behandelt. Sollte Ihr Kind solche Tropfen verschrieben bekommen, muss es zwei bis drei Tage zu Hause bleiben.

Magen- und Darminfekte

Bei diesen Kinderkrankheiten ist das Wichtigste, der Dehydration durch regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme entgegenzuwirken. Je jünger das Kind ist, umso gefährlicher ist ein Durchfall. Das Kind ist erst nach zwei Tage ohne Symptome wieder gesund. Infektionen mit Adenoviren, Noroviren und Rotaviren sind meldepflichtig. Falls der Hausarzt eine Infektion mit diesen Viren feststellen sollte, übernimmt er in der Regel die Meldung beim Gesundheitsamt. Die Eltern sind jedoch in solchen Fällen angewiesen, den Kindergarten zu benachrichtigen.

Mumps

Mumps verlaufen anfangs wie eine normale Erkältung. Das deutlichste Symptom ist eine starke Schwellung der Wangen. Diese wird durch eine schmerzhafte Entzündung der Ohrspeicheldrüse begünstigt, wodurch das Schlucken und Kauen erschwert wird. Falls die Wangen geschwollen sind, kann der Kinderarzt schnell und einfach eine Diagnose stellen. Anderenfalls sind eine Blutabnahme und Blutanalyse nötig. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen ohne Komplikationen. Kinder können ab einem Alter von 11 Monaten gegen Mumps geimpft werden. Wie bei vielen anderen Kinderkrankheiten werden auch hier lediglich die Symptome behandeln. Eine Behandlung mit Antibiotika führt zu keinen Resultaten.

Scharlach

Kinder, die sich mit Scharlach angesteckt haben, leiden unter typischen Symptomen wie Halsweh, Fieber und Schluckbeschwerden. Im Krankheitsverlauf schwillt die Zunge an, ist weiß belegt und entwickelt sich nach einigen Tagen zu der sogenannten „Himbeerzunge“, die für diese Erkrankung typisch ist. Darüber hinaus breitet sich vom Oberkörper bis hin zu den Beinen ein rötlicher Ausschlag aus. Die Krankheit wird in der Mehrheit der Fälle durch Tröpfcheninfektion übertragen. Da die Erreger zu der Gattung der Streptokokken gehören, existiert bislang keine effektive Impfung. Scharlach wird in der Regel mit Antibiotika behandelt und führt nur in den seltensten Fällen zu Komplikationen.





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