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Ab heute Kulturgesichter in den Fenstern der Rathsmühle Celle

CELLE. Erst im Dezember 2020 ist die Aktion Kulturgesichter in Celle gestartet, viel wurde seitdem geschafft: Website gebaut, Social-Media-Kanäle eingerichtet und nicht zuletzt 107 Kulturgesichter fotografiert. „Täglich stelle ich im Internet ein neues Kulturgesicht vor. Das wird von vielen Kulturfans verfolgt und ist sicher so manches Mal eine Überraschung, wer alles dazugehört“, berichtet Lucas Rosenbaum vom Team.

In etlichen Städten ist die Aktion erfolgreich angelaufen, noch nie zuvor haben sich Künstler, Kulturmanager, Musiker, Tänzer und andere Kreative bundesweit und regional so effektiv vernetzt. „Für alle von uns ist Kunst und Kultur von zentraler Bedeutung für unser Leben. Die Lage in der Corona-Pandemie geht für uns mit herben Einschränkungen einher, in der Art wie wir uns engagieren, ausdrücken und einbringen können, in der Art und Weise, wie wir mit unserem Publikum interagieren“, hat das Team Kulturgesichter stellvertretend für alle Celler Kulturgesichter formuliert. Die 107 Celler Gesichter sind dabei unterschiedlich betroffen, manche müssen ihren Lebensunterhalt im Kulturbetrieb bestreiten und stehen vor einer existenziellen Bedrohung, andere können sich noch mit Zweitjobs über Wasser halten.

Der Veranstaltungstechniker Max Mund hält die Kommunikation zwischen Celle und den anderen Kulturgesichter-Städten und berichtet aus der Diskussion. „Vor allem die Ungewissheit, wann wir wieder arbeiten dürfen, und die Verlängerung des Lockdowns wirken sich aus. Einige verkaufen bereits ihre Arbeitsmaterialien und bewerben sich auf andere Jobs, andere stehen vor der Insolvenz oder sitzen den ganzen Tag frustriert über Förderanträgen, um 2021 unter Corona-Bedingungen wenigstens etwas Kultur anbieten zu können. Die Sorge ist berechtigt, dass hier viel verloren geht und unsere Kulturlandschaft nach der Pandemie ärmer ist.“.

Die Macherinnen und Macher hinter der Aktion Kulturgesichter Celle haben deshalb beschlossen, über das Präsentieren der Kulturgesichter auf der Website hinauszugehen. Sie möchten die Kulturakteure in der Stadt sichtbar machen. „Wir sind noch da und warten darauf, endlich wieder auf Bühnen zu tanzen, mit dem Publikum zu scherzen, mit Musik die Welt zu verzaubern und wunderbare Kulturevents zu organisieren“, lautet die Botschaft. Das Team hat mit Unterstützung von Meggie Hönig von Satzzeichnen Plakate entwickelt, die ab nächster Woche vielerorts zu sehen sein werden.

Besonders stolz ist das Team allerdings auf seinen neuesten Coup: Kulturgesichter in die Fenster der Rathsmühle zu hängen und damit in einem der interessantesten Gebäude Celles zu präsentieren. „Das war gelebte Solidarität aller Beteiligten“, erzählen Katharina Witerzens und Birgit Nieskens. „Als wir den Celler Stadtwerken und der Stadtverwaltung unsere Idee vorgetragen haben, kam sofort das „ja“. Die Druckerei Trispel hat uns dann den Druck der Platten für die Fenster der Rathsmühle spendiert.“ Das Team hat sich dabei entschieden, nur hauptberuflich tätige Künstler und Kulturakteure in die Fenster zu hängen. Auch der Teamfotograf Martin Menzel und Videograf Sören Linne waren von Anfang an begeistert von der Idee. „Mit der richtigen Ausleuchtung gibt das wundervolle Bilder, die lange in Celle nachwirken werden. Und es entsteht vielleicht ein bisschen Hoffnung darauf, den Menschen hinter den Gesichtern bald wieder live begegnen zu können.“ Überhaupt sind die beiden stolz darauf, so viele tolle Kulturgesichter vor der Linse gehabt zu haben.

Und das sind noch nicht alle Ideen aus der Aktion Kulturgesichter Celle. Das Team hat noch viel vor, um die Celler Kulturszene zu unterstützen und gut über die Corona-Pandemie zu bringen.

PR
Fotos: Martin Menzel




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