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ADAC Pannenhelfer bei Wintereinbruch im Dauereinsatz! – Nach dem Schnee kommt die Kälte: So beugen Autofahrer vor

NIEDERSACHSEN. Wintereinbruch mit bis zu 25 cm Neuschnee in Niedersachsen – für die einen Winter-Wunderland, das für die anderen schnell in der nächsten Schneewehe endete: Viele Autofahrer ließen am Sonntag zwar das Fahrzeug stehen, denen, die unterwegs waren, machten jedoch die Schneemengen, glatten Straßen und vor allem der starke Ostwind, der den Schnee auftürmte, zu schaffen. Die Gelben Engel vom ADAC waren im Dauereinsatz, um Fahrzeuge zu befreien. Weit über 800 Mal halfen sie allein am Sonntag in Niedersachsen und Bremen, dabei mussten sie vor allem Autos aus Schneewehen oder aus dem Graben ziehen bzw. Starthilfe geben. Besonders viele Einsätze gab es in den Regionen Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Osnabrück.

Die neue Woche ist heute gleich wieder mit Neuschnee und reihenweise Pannenhilfen im Berufsverkehr gestartet. Am Montagmorgen wurden die Gelben Engel bereits zu rund 600 Einsätzen gerufen (am Montag, 25. Januar2021, waren es morgens noch 313 Einsätze) und wappnen sich für die Eiseskälte. In dem kommenden Tagen lässt der Schneefall nach, dafür gehen die Temperaturen weiter kräftig nach unten. Damit stehen die Autofahrer vor dem nächsten Problem, wenn die Batterien ihren Dienst verweigern oder Dieselmotoren streiken.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt hat Tipps für die Vorbereitung auf extreme Kälte und das sichere Fahren bei Schnee zusammengestellt:

  • Autobatterie checken: Sie führt im Winter die ADAC Pannenstatistik unangefochten an: Wenn die Batterie bereits jetzt den Anlasser nur noch müde durchdreht, dann sollte sie unbedingt geprüft und, falls nötig, ersetzt werden, sonst gibt sie spätestens in den nächsten Tagen auf.
  • Frostschutz für Kühler und Scheiben prüfen: Mindestens -25° Celsius sollte beim Frostschutz der Kühleranlage sichergestellt sein und dem Scheibenwischwasser muss ausreichend geeigneter Winterreiniger hinzugefügt, damit Wasser, Pumpe und Spritzdüsen nicht einfrieren.
  • Wer bei der extremen Kälte nicht vor zugefrorenen Autotüren stehen will, sollte Tür- und Heckklappengummis mit speziellen Pflege-Mitteln behandeln z. B. „Gummipfleger“, alternativ auch Silikonöle. Auch Universalsprays oder ein anderes nicht harzendes Öl verhindern, dass die Türschlösser zufrieren. Ansonsten heißt es, sich mit Türschlossenteiser auszustatten. Der gehört in die Tasche und nicht ins Handschuhfach!
  • Nach wie vor gilt: Bei fallenden Temperaturen bekommen Dieselfahrer zunehmend Schwierigkeiten, wenn sich im Diesel Paraffinpartikel bilden. Der Winterdiesel soll verhindern, dass das Kraftstoffsystem bzw. der Kraftstofffilter verstopfen und ist theoretisch bis -21 Grad winterfest, die Premiumvariante sogar bis -30 Grad. Leider kann man sich darauf nicht immer verlassen, weil sich lokal Temperaturspitzen bilden können. Dieselfahrer sollten daher prüfen, ob der Kraftstofffilter nach Herstellerangaben ausreichend häufig gewechselt wurde, das Fahrzeug möglichst kälte- und windgeschützt abstellen sowie auf keinen Fall den Dieselkraftstoff mit Benzin mischen.
  • Bei jeder Fahrt eine warme Decke mitnehmen und Besen und Eiskratzer auf keinen Fall vergessen.

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