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„Der Untertan glaubt nicht an sich und seine Vernunft“

CELLE. Am Samstag gingen wieder Kritiker der Coronamaßnahmen unter der Flagge „Celle steht auf“ auf die Straße. In einem Spaziergang durch die Innenstadt wollten sie ihren Unmut kundtun.

Der neue Anmelder der Demonstration war am Samstag Werner Hentschel, der sich redlich bemühte, alles in einem angemessenen und ordnungsgemäßen Rahmen ablaufen zu lassen, was am letzten Samstag (jedoch nicht unter seiner Anmeldung) bei dem Demo-Spaziergang nicht so recht geklappt hatte. Hentschel hatte aber die Teilnehmer und umstehenden Zuschauer alle im Blick und griff auch sofort ein, wenn jemand gegen die Bestimmungen verstieß.

Mit Freidenker-Schlagermusik zogen die Demonstranten am vergangenen Samstag zum dritten Mal mit rund 100 Anhängern durch die Straßen der Innenstadt.

Passanten kommentierten den Demo-Spaziergang jedoch eher ablehnend. Ein älterer Herr Am Markt sagte laut, dass die Demo-Teilnehmer die ersten auf der Intensivstation seien, die sich beschweren. Ein Geschäftsinhaber schüttelte in der Schuhstraße nur den Kopf: „Das ist total bescheuert. Das sag ich ganz oft.“ Eine Dame in der Poststraße war entsetzt, dass diese „Leute“ überhaupt demonstrieren dürften und die nebendran stehende Dame legte nach, dass sie nicht verstünde, warum die „Cornona-Gegner“ denn mit Maske demonstrieren, wenn sie nicht daran glauben. Ein weiterer Passant ruft in der Mauernstraße aus: „Ach, da ist er ja wieder. Der Zirkus ist wieder in der Stadt!“

Begegnungen mit Besuchern des Marktes und der restlichen Innenstadt stießen weitgehend auf Desinteresse oder Ablehnung. Sicherlich waren auch vereinzelt Passanten zu sehen, die sich mit Demo-Teilnehmern austauschten.

Am Großen Plan angekommen, verkündete der diesmalige Veranstaltungsleiter Werner Hentschel (ehemals Wietzer Schulleiter), dass die Teilnehmer 1,50 Meter Abstand halten und Maske tragen sollten, außer bei Befreiung; „denn es ist niemanden damit gedient, wenn die Versammlung wegen Verstößen aufgelöst werden würde.“

„Unser Team und ich sind keine Corona-Leugner. Es gibt dieses Virus, aber wir zweifeln an der epidemischen Notlage von nationaler Tragweite. Das ist ein großer Unterschied!“ In der Tat kann man daran zweifeln. Denn es ist eine pandemische Notlage von globaler Tragweite. So behauptet Hentschel weiterhin, dass viele Freunde ihm unisono (einstimmig) gesagt hätten: „Toll, was Ihr da macht!“, aber sie wären Behördenmitarbeiter, Geschäftsinhaber und Rechtsanwälte – fürchteten Nachteile bei ihrer Arbeit und könnten aus diesem Grund nicht teilnehmen.

Es folgte ein Interview mit Fragestellerin Gabriele Wiedemann, darauf folgend ein Gebet von Anne Delventhal (CDU) und einen Musikbeitrag des Bariton-Sängers Dietmar Sander.

In dem Interview stellte Wiedemann die Frage: „Gibt es noch Presse- und Informationsfreiheit – was meinst du dazu?“
Hentschel antwortet, dass in seiner Schulzeit die freie Presse zur 4. Gewalt mit einem bewachendem Auge auf die Politiker und zur Aufdeckung für Missstände erklärt worden sei. Nun habe er den Eindruck, dass dies nicht mehr opportun sei. So habe die Zeitschrift „Welt“ aufgedeckt, dass das RKI in Verbindung mit dem Gesundheitsministerium Wissenschaftler beauftragt habe, ein Schreckensszenario zu dokumentieren und dieses dann zu verbreiten. Per Gerichtsbeschluss hätten die Emails herausgegeben werden müssen. Nach kurzer Zeit sei dieser Artikel angeblich gelöscht worden.
Unter dem folgenden Link sei dieser Artikel jedoch noch immer zu finden: https://www.welt.de/politik/deutschland/article225864597/Interner-E-Mail-Verkehr-Innenministerium-spannte-Wissenschaftler-ein.html

Wiedemann: „Maskenzwang – Nein danke! – Ich bin für Maskenfreiheit und du?“
Hentschel wies darauf hin, dass die die Freiheit noch länger auf sich warten lasse. Denn die Herstellung der Einwegmasken erhöhe den Kunststoffverbrauch erheblich. 1,5 Milliarden Masken seien bereits im Ozean gelandet laut einer Studie von Ocean Asia of Hong Kong (englischsprachiger Link: https://oceansasia.org/covid-19-facemasks/). Diese Masken seien schwer zu recyceln aufgrund der besonderen Herstellung. Bis zu 450 Jahre dauere es, damit die Masken sich langsam in Mikroplastik verwandeln. „Habt ihr das in der Zeitung gelesen? Nein, könnt ihr nicht. Haben sie vergessen. Kommt morgen vielleicht“, so Hentschel.

Medien berichteten jedoch offen über diesen Punkt, der keinesfalls unterschlagen wird und wurde: https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/corona-einweg-maske-mund-nase-schutz-entsorgen-muell-umwelt-100.html

Kontrovers polarisiert das Thema „Corona“ die Menschen. Die eingeforderte Wahrheit bei solch elementaren Einschnitten bei den Menschen sollte jedoch unabhängig von einer Bewegung von allen eingefordert werden.

Gegendarstellungen und anderslautende Informationen werden systematisch auf der Facebook-Seite von „Celle steht auf“ gelöscht.  Somit entsteht eine gefährliche „Filterblase“. Mainstream-Informationen werden nicht hinterfragt oder werden einfach nicht wahrgenommen.

Oder um es mit den Worten von Reinhard Thomas (Rede am vergangenen Samstag) zu sagen: „Denn die Angst macht die Menschen gefügig. Die Angst weckt die Untertanen in den scheinbar mündigen Bürgern. Der Untertan glaubt nicht an sich und seine Vernunft. Der Untertan unterwirft sich gläubig dem Regenten. Es ist der Glaube des Untertanen an die Errettung vor dem Übel durch das Machtwort des Meisters, der die Besen zum Stillstand bringt und die Fluten stoppt, wie in Goethes Zauberlehrling.“

In der Bundesrepublik ist es ein hohes Gut, demonstrieren zu dürfen und so dürfen auch alle Menschen – zu egal welchem Thema – auf die Straße gehen.

Redaktion
Celler Presse






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