Leidenschaft für Bücher über Generationen weitergegeben
NIENHAGEN. Zusammen mit ihrem Sohn hat die ehemalige Büchereileiterin Johanna Binnewies ihre alte Wirkungsstätte in Nienhagen besucht. Tomas Binnewies, der als Samtgemeindebürgermeister-Kandidat bei der Wahl im September antritt, wollte sich beim Amtsinhaber Wolfgang Grube und der Büchereileiterin Lisa Röper über die Situation der Büchereien informieren.

Tomas Binnewies, Johanna Binnewies, Wolfgang Grube und Lisa Röper (v.l.) sprechen über vergangene Zeiten und die aktuelle Situation der Büchereien in der Samtgemeinde Wathlingen 
Johanna Binnewies an ihrem alten Arbeitsplatz, gemeinsam mit ihrem Sohn Tomas, der wesentliche Teile seiner Kindheit in der Nienhäger Bücherei verbracht hat.
„Wir profitieren immer noch vom Einsatz von Frau Binnewies für die Büchereien“, sagte Lisa Röper gleich zu Beginn des Gesprächs, worauf Wolfgang Grube mit einem Augenzwinkern erwiderte, dass Frau Binnewies jeden Versuch, den Etat der Büchereien zu kürzen, vehement bekämpft hat.
Während sich die EDV deutlich weiter entwickelt hat und Kassetten nicht mehr im Angebot sind, ist die Handarbeit beim Vorbereiten von neuen Büchern für die Ausleihe geblieben. Und auch die regelmäßigen Besuche von Grundschulklassen in der Bücherei gehören weiterhin zum Programm der engagierten Mitarbeiterinnen. Für die kleinsten Leserinnen und Leser werden regelmäßig Bücherkisten zusammengestellt und in die KiTas in der Samtgemeinde verteilt.
Natürlich war auch der bevorstehende Umzug der Bücherei in Nienhagen in das bisherige Sparkassengebäude ein Thema des Gesprächs. „Wir hoffen, dass wir unsere Ideen in die Detailplanung mit einbringen können“ freut sich Lisa Röper mit Blick auf mehr Platz und einen schöneren Eingangsbereich.
Die Idee von Tomas Binnewies, die Büchereien stärker für Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen Arbeiten in Lerngruppen zu öffnen, wurde ebenfalls diskutiert. In der modernen Bücherei im 4G-Park in Wathlingen bestünde dazu schon jetzt die Möglichkeit, die Nachfrage ist aber gering. Und der Charakter als Familienbücherei, in der es nicht immer ganz leise zugehen muss, sollte nicht verloren gehen.
„Einiges hat sich verändert, es ist heller und gemütlicher geworden als früher. Und die Begeisterung für ihre Arbeit ist auch der aktuellen Leiterin anzumerken“, fasst Tomas Binnewies seine Eindrücke nach einer Stunde intensivem Gesprächs zusammen.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass die beiden Büchereien ein wichtiger Baustein von Bildung sind und wesentlich zur Attraktivität der Samtgemeinde Wathlingen beitragen.
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