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Hausratversicherung: Wird Hochwasser in Celle mitversichert?

CELLE. In Celle kommt es seit Jahrhunderten zu Hochwasser, zumindest ist dies seither dokumentiert worden. Die Stadt am Zusammenfluss von Lachte, Fuhse und Aller ist statistisch gesehen alle 100 Jahre einem Hochwasser ausgesetzt, wodurch eigene Überschwemmungsgebiete festgelegt worden sind.

Über eine Hausratversicherung scheint beinahe jeder zu Verfügungen, allerdings wird häufig nicht genau auf die Leistungen geachtet, wodurch diverse Schäden wie beispielsweise durch Hochwasser nicht abgedeckt sind. Wer einen umfangreichen Schutz haben möchte, muss teilweise zusätzliche Versicherungsleistungen buchen.

Welche Versicherungen bezahlen Schäden durch Hochwasser?

Eine finanzielle Absicherung vor Hochwasserschäden und Starkregen gibt es nur, wenn eine Zusatzversicherung gebucht wird. Die sogenannte Elementarschaden-Versicherung ist eine Erweiterung der Hausratversicherung, welche entsprechend auch vor Hagelschäden und Sturmschäden schützen kann.

Eine Wohngebäudeversicherung hilft zusätzlich bei Schäden am Haus, diese Versicherung ist aber nur für den Eigentümer des Hauses relevant. Eine Hausratversicherung deckt dagegen die Schäden ab, welche im Haus auftreten können. Das wäre ein Defekt von elektronischen Geräten, Schäden an Teppichen und auch Mobiliar.

Zu beachten ist aber, dass eine Elementarschaden-Versicherung nicht greift, wenn Grundwasser von unten ins Mauerwerk eindringt. Das Wasser muss von oben kommen, hierauf achten die Gutachter der Versicherungen und überprüfen dabei auch das Regenradar vom Tag des Geschehnisses.

Wie viele Menschen verfügen über eine Versicherung diesbezüglich?

Über eine Hausratversicherung, welche es unter anderem bei Rankomat und anderen Anbietern aus diesem Sektor gibt, verfügen etwa 45 Prozent aller Privathäuser. Hiermit sind auch Schäden gegen Hochwasser und Überschwemmungen versichert.

Meistens verfügen Eigentümer aber auch über keine Elementarschaden-Versicherung, denn sollte das Gebiet (wie zum Beispiel Celle) bereits betroffen worden sein, dann lehnen die Versicherungsgesellschaften häufig eine Versicherung ab oder die Kosten sind erheblich höher.

Worauf sollten Betroffene von Hochwassergebieten achten?

Betroffene von Hochwassergebieten sollten darauf achten, dass die Schäden sofort dokumentiert werden. Es gibt später ansonsten ein Beweisproblem gegenüber der Versicherung. Dies bedeutet entsprechend: Filmen und Fotos anfertigen. Die Verbraucherzentralen geben außerdem den Hinweis, dass der Keller regelmäßig fotografiert werden sollte, um später notfalls Vergleichsbilder zu haben.

Betroffene sollten außerdem am selben Tag noch die Versicherung informieren und den Schaden melden. Dies könnte die Schadensabwicklung erleichtern und insbesondere würde der gesamte Prozess weitaus schneller geschehen. Zusätzlich sollte sich der Vertrag nochmals durchgelesen werden.

Zu achten ist auch darauf, dass eine Schadensminderungspflicht herrscht. Das Wasser muss zum Beispiel so weit wie nur möglich abgepumpt werden und Hausrat darf der Gefahr nicht „einfach so“ ausgesetzt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, dann sollte das Hausrat in Sicherheit gebracht werden.

Gegenstände sollten somit nicht auf dem Fußboden des Kellers gestellt werden, sondern auf ein Regal zu stellen. Weiterhin sind Schäden durch Rückstau nur dann versichert, wenn das Ableitungsrohr über eine „funktionstüchtige Rückstausicherung“ verfügt, andererseits kann die Versicherung den Fall ablehnen.

Fazit

Insbesondere in den bekannten Risikogebieten sollte das Risiko für Schäden minimiert werden, so sollten die elektronischen Geräte nicht im Keller platziert werden, sofern möglich. Weiterhin sollten auch Apps genutzt werden, welche bei drohendem Hochwasser oder Überschwemmungen zuverlässig warnen können. Mit Sandsäcken kann unter Umständen ein gewisser Schaden abgewendet werden. Bei der freiwilligen Feuerwehr vor Ort können hierzu bei Aktionstagen weitere Informationen eingeholt werden.






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