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CELLE. Am Samstag wurde ein 85-jähriger Mann in der Schuhstraße auf einem Gehweg ein Opfer einer kriminellen Machenschaft. Dabei sprach ein rund 50-Jähriger den älteren Herren an und verwickelte diesen in ein Gespräch. Ein achtsamer Passant, der dieses Schauspiel beobachtete, riet dem 85-Jährigen, nachdem dieser das Gespräch beendet hatte, seine Brieftasche zu überprüfen. Der Mann der zuvor noch auf dem Markt unterwegs war bemerkte fehlende Geldscheine im Wert von über 300 €. Nachdem die Polizei informiert wurde, halfen andere Passanten dieser, den Täter noch in der Innenstadt zu stellen. Es wurde abgeführt und das gestohlene Geld dem Besitzer wieder zurückgegeben werden. Die Polizei in Celle rät den Bürgern, stets wachsam mit seinem Hab und Gut in der Öffentlichkeit zu sein.

So schnell kann man Opfer eines Verbrechens werden, doch nicht, nur wenn man in der Stadt unterwegs ist, kann es einen treffen, auch zu Hause und im Internet ist man nicht mehr so sicher wie noch vor einigen Jahren. Von Dieben bis Trickbetrüger, die Kriminalität in Deutschland nimmt zu, so scheint es zumindest.

Kriminalität im Netz

Das Internet ist ein Ort mit unbegrenzten Möglichkeiten. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Denn wie sagt der einstige Präsident der Vereinigten Staaten Richard Nixon einmal: „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“. Doch mit dieser Verantwortung können leider nicht alle besonders gut umgehen. Immer wieder kommt es zu Skandalen und Schlagzeilen, in denen Menschen durch Werbung im Internet dazu gelockt werden ihr hart erspartes Geld in eine skurrile neue Idee zu investieren, vermeintlich als gute Anlagequelle und danach sehen sie es nie wieder. Gerade in Bezug auf Auto Trading wie z. B. bei Bitcoins muss man sehr vorsichtig sein und sich genauestens über die Inhalte der verschiedenen Seiten informieren. Primär, da es in letzter Zeit vermehrt zu „schwarzen Schafen“ in dieser Branche in den letzten Jahren kam. Man sollte sich viel Ruhe und Zeit dafür nehmen die verschiedenen Angebote zu vergleichen und auf Seriosität zu überprüfen.

Deswegen müssen gerade ältere Menschen, die mit den ganzen technischen Ambitionen, die kriminelle heutzutage mitbringen, nicht vertraut sind, dafür sensibilisiert werden, um zu verstehen, dass nicht alles, was man im Internet liest, auch wirklich der Wahrheit entspricht. Und dass sie vorsichtig mit ihren persönlichen Daten wie Anschrift und Kontonummer umgehen müssen, da dies sonst schnell zu einem bösen Erwachen führen kann.

Ist die Kriminalität während Corona gestiegen?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage zu geben ist schwierig. Einerseits sind die Zahlen der Kriminalität, die primär „draußen“ stattfinden, unter anderem Überfälle oder im Jahr 2020 enorm gesunken. Das lag vermutlich auch überwiegend an den vehementen Lockdowns mit den strengen Regeln, die sie mit sich brachten. Auf der anderen Seite sind die Straftaten, die überwiegen zu Hause geschehen, drastisch gestiegen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist ca. um 6,8 % gestiegen. Wirtschaftsstraftaten sogar um knapp 21,5 %. Die Zahlen der Straftaten „gegen“ das Infektionsschutzgesetz gingen ins Exorbitant. Es ist zu hoffen, das nun, wo wir mittlerweile fast einen „normalen“ Alltag haben die Zahlen hoffentlich wieder sinken und wir sicher leben können.

Titelbild: Pixabay






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