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Walk-, Velours- oder Zwirnfrottier – Unterschiede einfach erklärt

DEUTSCHLAND. Frottier – das ist doch weiches Schlingengewebe für Handtücher zum Abtrocknen? Im Prinzip ja. Tatsächlich gibt es feine Unterschiede und mehrere Frottierarten. Was unterscheidet Walkfrottier von Zwirnfrottier? Und was ist dann Veloursfrottier? Hier gibt es die Antworten.

Walk-Frottier – flauschig, voluminös und saugstark

Das klassische Kuschelhandtuch nach Dusche und Bad besteht typischerweise aus Walk-Frottier. Dafür wird einfaches Garn so verwebt, dass dabei auf beiden Seiten des Handtuchs die feinen Schlingen entstehen. Je dichter das Garn verarbeitet wird, umso mehr Schlingen entstehen und desto saugfähiger wird das Walk-Frottier. Zusätzlich steigt damit die Fähigkeit, den Körper zu wärmen. Die Schlingenlänge entscheidet darüber, wie flauschig und voluminös sich das Handtuch anfühlt. Doch die Webtechnik ist nicht alles. Auch das Material entscheidet – meistens ist das Baumwolle. Wird ein sogenanntes Premium Cotton verwendet, handelt es sich um besonders lange Fasern. Sie geben den Frottierschlingen eine besonders weiche Qualität. Ein hochwertiges Handtuch aus Premium Baumwolle ist deshalb noch flauschiger und geschmeidiger als ein Standardhandtuch. Das dritte Geheimnis bei der Herstellung von Walk-Frottier steckt in der speziellen Produktionstechnik. Der Webvorgang ist nur der erste Herstellungsschritt. Danach erfolgt die Färbung und drittens die ausgiebige Wäsche. Daher kommt auch der Name. In alten Zeiten wurde nasse Wäsche gewalkt, das heißt: Sie wurde gründlich geknetet oder geschlagen, damit die Fasern weich und geschmeidig bleiben. Auch das Walk-Frottier bekommt durch die ausgiebige Wäsche seine besondere Flauschigkeit. Die Fasern quellen dabei auf und das Gewebe erhält seine eigentliche Dichte und Saugfähigkeit.

Velours-Frottier – das samtige Erlebnis

Velours-Frottier hat eine Vorder- und Rückseite mit unterschiedlich gestalteter Gewebestruktur. Die Ausgangsbasis ist Walk-Frottier. Die Besonderheit besteht darin, dass auf einer Gewebeseite die feinen Schlingen ebenmäßig abrasiert werden. Dadurch geht die Schlingenstruktur verloren und es entsteht eine samtige, sehr weiche Oberfläche. Meistens kommt diese Technik bei Strandtüchern oder Bademänteln zum Einsatz. Bei Strandtüchern dient die samtige Veloursseite als Liegefläche. Die Rückseite mit dem Walk-Frottier ist für das Abtrocknen gedacht. Bei Bademänteln wird die Veloursseite nach außen getragen, um eine elegante Optik zu erzeugen. Die Innenseite besteht weiterhin aus Walk-Frottier. In punkto Design bietet Veloursfrottier einen besonderen Vorteil. Es lässt sich im Gegensatz zum Schlingengewebe hervorragend mit Motiven bedrucken. Ein beliebter Geschenkartikel sind deshalb Velours-Handtücher mit Fotodruck.

Zwirn-Frottier – kompakt und robust

Wer ein griffiges Handtuch mit echtem Rubbeleffekt sucht, wird bei Zwirn-Frottier fündig. Für die Herstellung dieser Frottierart werden zwei, drei oder mehr Garnfäden zuerst miteinander verzwirnt. Dieses Garn ist deutlich fester als beim Walk-Frottier. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Eigenschaften. Handtücher aus Zwirn-Frottier besitzen eine kompakte Struktur mit kürzeren Schlingen und sind äußerst robust. Wieder und wieder können sie gewaschen werden, ohne ihre Form oder Qualität einzubüßen. Sie besitzen ebenfalls eine sehr gute Wärmequalität und nehmen viel Feuchtigkeit auf. Die Verarbeitung erlaubt außerdem attraktive Gewebemuster. Das Design dieser Handtücher wirkt oftmals sehr elegant  – beispielsweise durch Jacquard- oder Reliefmuster. Dank ihrer festen Struktur lassen sich mit Zwirn-Frottier auch feine Massagewirkungen erzielen.  Handtücher aus diesem Gewebe sind perfekt für Personen geeignet, die es nicht immer nur weich und flauschig wünschen.  






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