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DEUTSCHLAND. In Deutschland erfährt das Handwerk inzwischen wieder einen Aufschwung. Leider schlägt sich dieser nicht unbedingt in den Zahlen der Auszubildenden des Landes nieder. Hier bleiben noch immer viele Stellen unbesetzt und es muss mit einem Mangel an Nachwuchs gekämpft werden. Doch diese Not machen sich viele Menschen zunutze. Sie macht exakt so erfinderisch, wie es im Volksmund immer wieder behauptet wird. Während früher üblicherweise ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker für verschiedene Arbeiten angefordert wurden, erledigen viele Menschen diese Aufgaben inzwischen selbst. Während dies aufgrund von fehlendem Fachpersonal anfangs eine erzwungene Maßnahme war, haben einige Menschen einen zusätzlichen persönlichen Nutzen aus der Arbeit gezogen. Sie verspüren dabei viel Spaß.

Das richtige Werkzeug für die Gemeinschaft

An verschiedenen Orten Deutschlands entwickeln sich aus dieser Initiative zur selbstständigen Reparatur kleine Gemeinschaftswerkstätten, die es jeder Besucherin und jedem Besucher erlauben, kleinere und größere handwerkliche Arbeiten selbst zu erledigen. Ausgestattet mit den wichtigsten Maschinen und Werkzeugen gibt es hier nahezu keine Tätigkeit, der nicht mit Geschick und Motivation nachgegangen werden kann. Mit etwas Glück haben die Menschen dort die Möglichkeit, aus gebrauchten Profilbiegemaschinen auszuwählen oder sogar Blechwalzen zu nutzen. Aus anfangs lediglich handwerklichem Nutzen können so zusätzlich noch Kunstwerke gestaltet werden. Die Bleche lassen sich mit den Maschinen hervorragend bearbeiten, sodass den individuellen Vorstellungen keine Grenzen gesetzt sind. Während die jeweiligen Modelle der industriellen Massenabfertigung nicht mehr gerecht werden, eignen sie sich besonders gut, um einzelne Vorstellungen individuell und ohne Zeitdruck in die Tat umzusetzen.

Von anderen und autodidaktisch lernen

Die Digitalisierung der Gesellschaft bringt verschiedene Vorteile mit sich. Auch die Handwerkskunst kann davon profitieren. Ausstellungen können dank des Internets nun auch auf digitalen Plattformen stattfinden. So können die künstlerischen Werke auf dem gesamten Globus begutachtet werden. Aber auch denjenigen, die eher auf den praktischen Nutzen des Werkens fokussiert sind, eröffnet das Internet neue Möglichkeiten. Soll lediglich die Reparatur eines technischen Geräts oder der Bau eines bestimmten Gegenstands erfolgen, gibt es dort zu nahezu jedem Thema Ideen und Denkanstöße, die bei der Arbeit helfen. Dies kann in Form von schriftlichen Anleitungen erfolgen. Besonders nützlich sind jedoch meist Video-Tutorials, die auf Plattformen wie YouTube hochgeladen wurden. Oftmals wird in diesen Videos Schritt für Schritt erklärt, wie bei einer gewissen Problemstellung vorgegangen werden muss. Durch diese Unterstützung wird es auch Laien möglich, handwerkliche Probleme zu lösen, von denen sie sich im Vorhinein völlig überfordert sahen. Die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden dabei so weiterentwickelt, dass beim nächsten Mal möglicherweise gar keine Hilfe mehr nötig ist.Erfolge feiern und Produkte retten
Wer es schafft, vormals kaputte Geräte so zu bearbeiten, dass sie wieder funktionstüchtig sind, erlebt dabei außerdem ein Erfolgserlebnis im Alltag. Dies kann besonders dazu motivieren, sich weiter handwerklich zu engagieren. Als defekt betrachtete Produkte können gerettet werden und das neu erlernte Wissen kann in den Werkstätten an andere weitergegeben werden. Besonders im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftemangel kann diese Entwicklung nützlich sein, um lange Termin-Wartezeiten zu verhindern. Dass dabei auch der Spaß nicht zu kurz kommt, ist ein weiterer Bonus. Probieren Sie sich auch selbst aus und entdecken Sie Ihre handwerkliche Ader.






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