Anzeige

Kryptowährungen als Zahlungsmittel der Zukunft?

DEUTSCHLAND. In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Zahlungskultur in Deutschland stark verändern. Auch wenn die Deutschen ein eher konservatives Volk sind und freiwillig sicherlich so schnell nicht auf ihr Bargeld verzichten werden, so ist die Abschaffung des Bargeldes prinzipiell nicht aufzuhalten. Dafür gibt es zu viele Interessensgruppen denen das Bargeld ein Dorn im Auge ist. Praktisch ist Bargeld auch nicht die umweltfreundlichste Lösung, denn es muss produziert werden, dabei werden Chemikalien verwendet, spezielles Papier in großen Mengen, Farben und vieles mehr. Es muss Transportiert, gelagert, gezählt und Verwaltet werden. Gerade bei Münzen sind Transportkosten durchaus etwas das man mitberechnen muss. Eine elektronische Währung wäre da sicherlich einfacher und wenn sie denn richtig aufgestellt ist auch umweltfreundlicher. Alleine in Deutschland kostet Bargeld jährlich etwa 72 Millionen Euro, nach einem ARD Bericht.

Hinzu kommen aber auch viele andere Faktoren, wie z.B. eine bessere Nachverfolgung von Geldflüssen um z.B. Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung oder Bestechung leichter aufdecken zu können. Genauso hätten digitale Währungen aber auch für die Nutzer eine Menge an Vorteilen. So könnten sich Händler das hantieren mit Kleingeld sparen, was an vielen Stellen vor allem Zeit und Komfort bringt. Man denke hier zum Beispiel nur an kleinere Marktstände oder Gastronomiebetriebe die sich nie wieder Gedanken über Wechselgeld machen müssten. Kellner müssten keine schweren Geldbeutel mehr mit sich herumschleppen und Kunden könnten hygienischer und schneller bezahlen. Die Abrechnung erfolgt dann digital, mit digitalem Beleg und deutlich effizienter.

Kryptowährungen sind bereits seit Jahren in den Händen vieler Menschen und eignen sich an dieser Stelle hervorragend als Grundlegende Technik für digitale Währungen. Doch während der klassische Handel mit Kryptowährungen so einfach ist, wie einen Song bei i-Tunes herunterzuladen, so schwer ist es doch damit zu bezahlen. Natürlich kann man Kryptowährungen mittlerweile auf vielen Wegen kaufen und handeln. Selbst vom Sofa oder aus dem Café heraus ist der Handel mit Kryptowährungen kein Problem mehr. Anbieter wie Bitcoin Buyer bieten einfache Apps an, mit denen man direkt vom Mobiltelefon oder Tablet aus Handel treiben kann. Das geht schnell und zuverlässig in Sekundenbruchteilen, eine vernünftige Internetverbindung vorausgesetzt, von überall aus.

Doch Kryptowährungen haben einen großen Nachteil, sie schwanken sehr stark im Preis. Kryptowährungen sind zudem auch nicht gerade umweltfreundlich und verbrauchen, zumindest derzeit noch, ein Vielfaches der Kosten für Bargeld. Zwar entwickeln sich Kryptowährungen weiter, wie zum Beispiel die Zweitgrößte Kryptowährung Etherum, die durch ein neues System jetzt bis zu 99,95% Energieeinsparung bieten soll, aber die Volatilität ist immer ein großes Problem. Solange die Kurse weiterhin so stark schwanken ist es wohl kaum möglich eine Kryptowährung als reguläres Zahlungsmittel zu nutzen. Das Problem ist hier das man nie wirklich sagen kann ob die 599€ die man gerade in Bitcoin für den neuen Fernseher bezahlt hat am Ende des Arbeitstages, bei der Abrechnung, nicht plötzlich nur noch 420€ wert sind. Je nach Kryptowährung sind solche Kursschwankungen nämlich nicht ungewöhnlich.

Trotzdem ist zu erwarten das digitale Währungen das Zahlungsmittel der Zukunft sein werden. Immerhin gibt es hier bereits Vorreiter, wie z.B. El Salvador, wo Bitcoin offizielles Zahlungsmittel ist, oder China. Gerade letzteres dürfte wohl eher ein realistisches Beispiel für digitale Zahlungskultur sein. In China werden bereits seit Jahren digitale Zahlungsdienste bevorzugt. Entgegen der Zahlungskultur in Europa wird die digitale Zahlungskultur in China sehr gut angenommen. Alipay und Wepay, die beiden meist verbreiteten digitalen Zahlungsmethoden in China werden durch die gesamte Bevölkerung hinweg akzeptiert und verwendet. Selbst ältere Menschen haben keinerlei Probleme diese einzusetzen.

Hier in Europa ist das noch etwas das wir sicherlich lernen müssen. Gerade die Akzeptanz einer neuen Technik fällt hierzulande noch vielen schwer und mit steigendem Alter immer schwerer. Da unterscheidet sich der typische Europäer sehr stark vom Asiaten. Wir können sicherlich noch vieles aus China lernen, vor allem was technische Lösungen angeht.






Anzeige


Anzeige