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Zahngesundheit: Nicht nur in Celle im Vergleich immer besser

CELLE. Immer mehr Menschen kümmern sich um ihre Zähne. Das war nicht immer so. Doch große Einflussfaktoren wie Zucker- oder Alkoholkonsum sinken. Gleiches gilt für das Rauchen. Zwar ist das Thema Zähne auch in Celle immer noch präsent – vor allem bei Kindern und Jugendlichen – im internationalen Vergleich jedoch schneiden die Bundesbürger gut ab.

Häufige Probleme aufgrund von Karies und MIH

Für Celle und den Landkreis wird die Mund- und Zahngesundheit vor allem bei Kindern und Jugendlichen großgeschrieben. Es gilt diese nachhaltig zu verbessern. Denn wer heute gesunde Zähne hat, wird ebenfalls in Zukunft weniger Probleme haben. Auch wenn dank modernster Behandlungsmethoden und Möglichkeiten mit hochwertigen Zahnimplantaten vom Spezialisten Schäden und fehlende Zähne zu ersetzen gegeben sind, ist es nötig, bereits früh den Schwerpunkt auf zahnmedizinische Gruppenprophylaxe sowie Mundgesundheitserziehung zu legen. Insbesondere in Kindergärten und Schulen ein immer wichtigeres Thema. Doch ebenso Eltern als auch alle anderen Erwachsenen müssen in diese Thematik miteinbezogen werden.

Doch wie steht es bundesweit um die Zahngesundheit von Menschen und welches Bild zeichnet sich für ganz Europa ab? Vornehmlich bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich als häufigstes auftretendes Problem Karies und die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH. Letzteres ist eine „entwicklungsbedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz“. Dabei sind Zähne schon bevor sie in die Mundhöhle eintreten, von gelblich-bräunlicher Färbung oder weisen Flecken auf. Betroffen hiervon sind die Backenzähne (Molaren), aber auch der Frontzahnbereich. Damit einhergeht ein erhöhtes Kariesrisiko als auch eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Berührungen und Temperaturunterschieden. Fragen zu diesem Thema können Eltern im Landkreis Celle dem Jugendärztlichen Dienst stellen.

Fakt ist, dass gesunde Zähne nicht nur weniger Probleme und weniger Besuche beim Zahnarzt zur Folge haben, sondern ebenso das persönliche Wohlbefinden fördern. In diesem Kontext hat eine Forschergruppe eine Vielzahl von Einflussfaktoren in 26 europäischen Ländern verglichen und diese mithilfe eines Punktesystems sortiert. Nicht mit aufgenommen in die Liste wurden Luxemburg, Tschechien und Zypern. Diese Nationen kamen aufgrund der mangelnden Daten nicht für den Vergleich in Betracht.

Deutschland weit oben im Vergleich

Die Gruppe aus Forscher trug für die Studie einige Einflussfaktoren zusammen. Hierzu wurde etwa der DMFT-Index genutzt, um die Zahngesundheit zu bestimmen. Dieser Index ermittelt einen Wert aus der Anzahl der kariösen, gefüllten und fehlenden Zähne. Des Weiteren wurden die zahnmedizinischen Einrichtungen je 100.000 Einwohner sowie die zahnmedizinischen Fakultäten pro Land einbezogen. Für den Einfluss des Alkoholkonsums wurde der durchschnittliche jährliche Alkoholkonsum von Personen ab 15 Jahren hinzugenommen. Gleiches gilt für den Zuckerkonsum. Auch hier wurde die durchschnittliche Menge je Einwohner der entsprechenden Länder als Einheit berechnet. Beim Rauchen hingegen ist ein prozentualer Anteil der Personen ab 15 Jahren einkalkuliert und abschließend noch die Fluoridierungsmaßnahmen des jeweiligen Landes.

Möglich war eine Punktzahl zwischen 0 und 100 Punkten. Deutschland erreichte in diesem Test 77,9 Punkte und landete damit auf dem 2. Platz hinter Italien, gefolgt von Spanien und Schweden. Auf dem Letzten der 26 Plätze landete Kroatien.

Für die Bundesrepublik wurden im Übrigen folgende Zahlen verwendet:

DMFT-Index: 0,5

81,6 Zahnärzte pro 100.000 Einwohner

30 zahnmedizinische Fakultäten

Jährlicher Zuckerkonsum pro Person: 36,9 kg

Jährlicher Alkoholkonsum pro Person (ab 15 Jahren): 13,4 Liter

Anteil der Raucher (ab 15 Jahren) 30,6 Prozent






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