Montag, 11. Mai 2026

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Skurrile Begegnungen im Kanzlei Café in Celle *** aktualisiert: Ausstellung ab 25. Februar

CELLE. Vom 25.02.22 stellt die Künstlerin Julia Eckler aus Lachendorf für etwa drei Monate im Kanzlei Café in Celle unter dem Titel – Skurrile Begegnungen – Ölbilder aus ihrer facettenreichen Schaffensperiode der letzten drei Jahre aus. Gleich nach dem Eintreten in das Café begegnen die Gäste der Kunst, die sofort präsent ist, um dem Betrachter persönliche Denkräume für neue Perspektiven und individuelle Interpretationen zu bieten. Themen und Motive sind vielfältig, jedoch liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit auf der Darstellung fantastischer Begegnungen unterschiedlichster real gemalter Tiergestalten in unwirklicher Umgebung im Reich des Rätselhaften.

Julia Ecklers Bilder lassen sich im naturalistischen Surrealismus verorten. Fasziniert von der magischen Wirkung der Darstellung des Bekannten in verwirrenden Zusammenhängen entstehen virtuos gemalte Traumbilder. Bis heute beflügelt und prägt ein langer Aufenthalt in der spektakulären Natur und Kultur New Mexikos das Fantasiepotential der Künstlerin.

Meisterwerke surrealistischer Künstler inspirierten Julia Eckler immer wieder zu einer malerisch-kreativen Auseinandersetzung mit den Bildern, einerseits, um von ihrer Genialität zu profitieren, andererseits, um einen Dialog des Originals mit der eigenen künstlerischen Interpretation zu initiieren. Der 2021 ausgeschriebene Kunstwettbewerb der Eberhard Schlotter Stiftung : Zu Gast bei Eberhard Schlotter, bot der Künstlerin die Gelegenheit, sich mit dem Original des Bildes Libertad y glorieta, gestalterisch auseinanderzusetzen. Schlotters Bild eröffnet einen Blick in das Universum des nicht Bewussten. Durch die realistische Malweise einer irritierend – unwirklichen, alptraumähnlichen Situation entsteht eine geradezu halluzinatorische Wirkung. Auch die Bilder von Julia Eckler lenken den Blick des Betrachters in rätselhafte Bildräume. So erkennt die Künstlerin die dem Bild von Schlotter immanente Bedrohung und Ausweglosigkeit. Durch die Visualisierung einer im Bild nicht sichtbaren drohenden Gefahr in Gestalt einer Riesenspinne wird die magisch -geheimnisvolle Bildaussage nicht zerstört aber zu einer Deutungshilfe für den Betrachter. Julia Ecklers Bildinterpretation gehörte zu den preisgekrönten Werken, die mehrere Monate im Boman Museum Celle neben den Originalen präsentiert wurden. Das Bild fand einen Käufer, wird aber als Acrylglasdruck im Kanzlei Café gezeigt.

Wegen der angespannten Coronalage wird es bedauerlicherweise am 25. Februar keine Vernissage geben. Falls es die Coronasituation erlaubt, findet Anfang Mai ein Künstlergespräch zwischen Julia Eckler und Charlotte Kowollik im Café statt. Der genaue Termin wird rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. Eine besondere Idee zum Mitmachen erwartet die Besucher des Kanzlei Cafés ab dem 25. Februar über den gesamten Austellungszeitraum. Die Künstlerin bietet mehrere digital gemalte Skizzen für ein noch nicht gemaltes Bildelement auf ihrem neuesten Werk dem Alligator an, das ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird. Die Gäste dürfen abstimmen, welche dieser Ideen im Anschluss an die Ausstellung auf dem Ölgemälde entstehen wird.

Charlotte Kowollik

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