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Risiko Legionellen – die effektivsten Lösungen

Der Winter zeigt unverkennbar sein weißes und kaltes Gesicht. Damit wächst der Druck auf die Haushalte zum Energiesparen, da Gas durch den russischen Lieferstopp knapp und Strom ohnehin ein teures Gut geworden ist. Wer deshalb seinen Warmwasserspeicher auf niedrigere Temperaturen laufen lässt, könnte allerdings an anderer Stelle Probleme bekommen und sich Legionellen ins Haus holen. Wer einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie auch mit Blick auf die Warmwasseraufbereitung pflegen lässt, kann dies viel effektiver tun.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die auf eine Länge zwischen zwei und fünf Mikrometer (µm) kommen. Sie sind hydrophil, das heißt, sie haben ihren Lebensraum im Wasser, während sie sich mithilfe von Geißeln fortbewegen. Dabei bevorzugen sie stagnierendes Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C. Erst ab 60 °C werden sie sicher unschädlich gemacht, während sie bei Temperaturen unter 20 °C ihre Fähigkeiten zur Fortpflanzung verlieren.

Warum sind sie so gefährlich?

Zwar ist es nicht möglich, sich durch das Trinken von mit Legionellen angereichertem Wasser zu infizieren, weil die Bakterien das saure Milieu der Magensäure nicht überleben würden. Dennoch können sich Menschen durch eine Übertragung durch Wasserdampf anstecken, sodass die Dusche einen typischen Risikofaktor darstellt. In diesem Fall gelangen die Legionellen über Aerosole in die Lunge. Ein Wasserfilter, z.B gegen Legionellen, kann helfen, damit die Schädlinge nicht über den Duschkopf in das Badezimmer gelangen. Er trägt grundsätzlich zur Optimierung der Wasserqualität bei.

Nach einer Infektion sind zwei Krankheitsbilder möglich: das Pontiac-Fieber und die Legionellose. Beide Erkrankungen gehen mit grippalen und fieberähnlichen Symptomen einher. Bei einer Legionellose kommt es zusätzlich zu einer Lungenentzündung. Hier ist die Todesrate mit 10 bis 15 % gefährlich hoch, sodass eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich ist, die in der Regel mit einem Krankenhausaufenthalt einhergeht. Zu beachten ist, dass gegen Legionellen nicht alle Antibiotika wirksam sind. Auch deswegen ist eine genaue Diagnose bei einem Legionellenbefall wichtig.

Einfallstor Boiler

Die Kenntnisse über die Vorlieben der Legionellen helfen bei der Verhinderung ihrer Verbreitung. Ein aktuelles Problem ist, dass viele Menschen durch den Druck zum Stromsparen guten Willens die Temperaturen ihres Boilers herunterfahren. Sie denken sich, da das Heißwasser im Haus aus gutem Grund kaum Temperaturen von 42 bis 45 °C übersteigt, müsse der Boiler ohnehin nicht das gespeicherte Wasser auf 60 °C erhitzen.

Dies ist allerdings ein Trugschluss, da die Abtötung der Legionellen der Grund für diesen hohen Wärmegrad im Warmwasserspeicher ist. Kunden können nun zweierlei tun. Entweder belassen sie das Wasser im Warmwasserspeicher auf Temperaturen ab 60 °C oder sie bauen eine Legionellenschutzschaltung in ihren Boiler ein, der niedrige Temperaturen zulässt und nur gelegentlich in regelmäßigen Intervallen das gespeicherte Wasser auf über 60 °C erhitzt. Mit dem letzteren Vorschlag bringen Bewohner beide Interessen, das Energiesparen und den Legionellenschutz, in Einklang zueinander.

Ein anderes zeitgenössisches Problem ist die Installation von Wärmepumpen. Auch hier steht hinter dieser Idee mit dem Energiesparen derselbe gute Wille Pate. Dabei besteht allerdings das Problem , dass Wärmepumpen das Wasser nur langsam erhitzen, sodass Hauseigentümer in Mietshäusern die Speicherkapazität ihrer Boiler erhöhen, um Engpässe bei der Versorgung mit Trinkwasser zu vermeiden. Ab einer Größe von ungefähr 400 Litern im Wassertank nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Legionellenvermehrung aber deutlich zu.

Was können Bewohner gegen Legionellen tun?

Zugegeben, die Einflussnahme auf den hauseigenen Boiler liegt nicht in der Hand  aller Bewohner. Mit einem Legionellenfilter wurde aber eine wirksame Gegenmaßnahme bereits genannt, die allen Kunden möglich sein sollte. Einen anderen Schutz stellt die Vermeidung von Stagnationswasser dar. Dabei handelt es sich um stehendes Wasser in Leitungen, die für eine lange Zeit nicht benutzt wurden. Wer also aus dem Urlaub kommt, tut gut daran, das Stagnationswasser erst abfließen zu lassen, bis dieses durch das merklich kühlere Fließwasser ersetzt worden ist. Um eine Verbreitung von Legionellen durch Biofilme zu stoppen, sollten die Wasserleitungen und Perlatoren regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. Neben Biofilmen lieben Legionellen ferner Sedimentablagerungen und Kesselstein, sodass auch diese im Haus zu vermeiden sind.

Foto: kevin Baquerizo / unsplash

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